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Kolumbiens Präsident Santos in Venezuela

Caracas. Der kolumbianische Präsident Manuel Santos ist am gestrigen Dienstag in der venezolanischen Hauptstadt Caracas mit seinem venezolanischen Amtskollegen Hugo Chávez zusammengetroffen. Es war das zweite Treffen beider Politiker, nachdem sie im August die diplomatischen Beziehungen zwischen ihren Ländern wieder aufgenommen hatten. Diese lagen auf Eis, seit Santos' Amtsvorgänger Álvaro Uribe die venezolanische Regierung im Juli bezichtigt hatte, die kolumbianischen Guerillaorganisationen FARC und ELN zu unterstützen.

Auf der Tagesordnung des Besuches stand die Auswertung von fünf Kommissionen zur bilateralen Zusammenarbeit, die im August eingesetzt worden waren. Sie untersuchten unter anderem das Thema der Schulden und der Wiederbelebung der Handelsbeziehungen. Zudem ging es um den Ausbau sozialer Investitionen, um gemeinsame Arbeiten an der Infrastruktur und um die Sicherheit im Grenzgebiet.

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz stellten Chávez und Santos abschließend eine Reihe getroffener wirtschaftspolitischer Vereinbarungen vor. Dies sei eine erste Etappe in der Stärkung der Beziehungen, hieß es übereinstimmend. Chávez erklärte, dass es für die beiden Nationen eine Pflicht zur Einheit gebe.

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