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Chávez enteignet Gelände für Wohnungsbau in Caracas

Caracas. Die Regierung Venezuelas enteignet ein weiteres Gelände in Caracas, um den sozialen Wohnungsbau voranzutreiben. Dies erklärte der Präsident des südamerikanischen Landes, Hugo Chávez, am Samstag bei einem Treffen mit Vertretern sozialer Bewegungen in der venezolanischen Hauptstadt. Das Grundstück im vorwiegend von Armen bewohnten Stadtteil Antimano im Südwesten von Caracas gehört der Firma Polar, dem größten Bier- und Lebensmittelproduzenten Venezuelas.

Mit der Maßnahme soll der Bau von Wohnungen für die von den historischen Regenfällen Ende 2010 betroffenen Menschen beschleunigt werden. Auf dem Grundstück werde unter Mitwirkung sozialer Bewegungen eine neue "sozialistische Gemeinde" entstehen, erklärte Chávez. Die Familien, die auf dem Gelände wohnen werden, sind im sog. Movimiento de Pobladores organisiert und sollen die neue Gemeinde in Selbstverwaltung betreuen.

Das knapp ein Hektar große Gelände lag nach Angaben des Staatschefs brach. Der Eigentümer des Grundstücks, die Firma Polar, verurteilte die Enteignung in einer Erklärung. Direkt neben dem Gelände funktioniere ein Zentrum zur Versorgung armer Kinder mit Lebensmitteln. Auf dem betroffenen Gebiet sei eine Erweiterung dieses Programms geplant, heißt es in der Erklärung.

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