Brasilien / Politik / Umwelt

Belo Monte: Später wieder aufforsten?

Brasilia. Nach Erteilung der "partiellen Umweltlizenz" durch das Bundesumweltamt Ibama für das umstrittenen Megastaudammprojekt Belo Monte im nordbrasilianischen Bundesstaat Pará wächst nicht nur bei Indigenen, Umweltschützern und sozialen Bewegungen der Unmut. Eine der renommiertesten Kolumnistinnen für Wirtschaftsfragen, Míriam Leitão, bezeichnete in der Tageszeitung O Globo das Handeln der Umweltbehörde als "Samba der verrückten Umweltlizenz". Das Umweltamt hatte damit die Genehmigung zum Roden von 238 Hektar unberührten Tropenwaldes am Fluss Xingu erteilt. Leitão fragte jedoch den Interimspräsidenten der Ibama, Américo Ribeiro Tunes, was denn getan werden müsste, wenn alles gerodet wurde, aber letztlich die definitive Umweltgenehmigung doch nicht erteilt werde? Daraufhin Américo Ribeiro Tunes: Es müsse alles wieder aufgeforstet werden.

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