Verfahren wegen "Attentat" auf Indigenen-Anführer wird fortgesetzt

Brasília. Ein Gerichtsverfahren gegen drei Männer, die des Mordes an dem Indigenen-Anführer Marcos Veron beschuldigt werden, soll am Montag im brasilianischen São Paulo fortgesetzt werden. Die Angeklagten werden des Mordes und der Freiheitsberaubung beschuldigt. Es wird angenommen, dass sie von Viehzüchtern angeheuert wurden, welche sich das Land von Guarani-Kaiowá Indigenen angeeignet hatten. Der 2003 getötete Veron hatte eine Wiederbesetzung des angestammten Landes seiner Gemeinde angeführt.

Verons Tochter sagte gegenüber der Menschenrechtsorganisation Survival International: "Wir wissen, dass das Verfahren unseren Vater und Anführer, Marcos Veron, nicht zurückbringen wird. Aber es wird uns unsere Würde und den Respekt als Menschen wiedergeben, als Menschen mit dem Recht, anders zu leben."

Unter den indigenen Völkern in Lateinamerika ist die Situation der Guarani eine der schlechtesten. Die Guarani haben in den letzten Jahrzehnten beinahe ihr gesamtes Land verloren, und leben nun an Straßenrändern oder in überfüllten Reservaten. Wenn sie versuchen auf ihr Land zurückzukehren, müssen sie sich gegen gewalttätige Angriffe von Viehzüchtern und deren Angestellten wehren.

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