Protestaktion: "Andritz AG - Hände weg von Belo Monte!"

Wien. Der österreichische Konzern Andritz AG will sich nach eigenen Angaben mit Turbinenlieferungen am umstrittenen Mega-Staudamm "Belo Monte" am Xingu-Fluss im nordbrasilianischen Bundesstaat Pará beteiligen. Konzernsprecher Pokorny wurde in österreichischen Zeitungen zitiert, dass es sich bei der Kritik an dem Monsterprojekt um ein rein österreichisches Thema handle und diese bloß von einer kleinen Gruppe getragen werde. Dass es hingegen nicht nur eine kleine Gruppe von Protestierenden ist, will die österreichische Dreikönigsaktion mit ihrem Online-Protest "Andritz AG - Hände weg von Belo Monte!" zum Ausdruck bringen.

Der Bischof von Altamira in Pará, Dom Erwin Kräutler, sagte zu Andritz' Beteiligung an dem umstrittenen Projekt: "Die (Andritz AG) tun sich leicht. Belo Monte ist weit, weit weg. Die denken vor allem an die Aufträge und das Geld  - aber ihre Kinder und Enkelkinder sind davon nicht betroffen. Für mich ist das anders. Ich kenne die Kinder, ich kenne die Menschen. In Österreich kann man sagen: Hinter uns die Sintflut! Aber in Brasilien sind wir von dieser Sintflut betroffen! Wir erleben diese!" Bischof Erwin Kräutler wurde 2010 für seinen Widerstand gegen "Belo Monte" und seinen Einsatz für die indigenen Völker Brasiliens mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet.

Die Andritz AG hatte vor einer Woche mitgeteilt, dass sie sich an dem Mega-Staudamm beteiligen werde. Der Auftrag umfasse demnach die Lieferung von Turbinen, Generatoren und andere technische Ausrüstung für "Belo Monte" in einem Umfang von 330 Millionen Euro.

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