Brasilien: Baustopp für Belo Monte-Staudamm

Brasília. Das umstrittene Staudammprojekt Belo Monte am Xingu-Fluss im brasilianischen Amazonasgebiet wurde vergangenen Freitag von einem Richter wegen mangelnder Umweltauflagen gestoppt. Laut Medienberichten hat Brasiliens Generalstaatsanwaltschaft jedoch bereits Einspruch gegen das Urteil eingelegt.

Währenddessen gehen die Proteste gegen das Staudammprojekt weiter. Menschenrechtsorganisationen wie Survival International fürchten, dass Projekte dieser Art das Land und Leben tausender Indigener zerstören könnte. Eine Delegation von Amazonas-Indigenen aus Peru und Brasilien bereiste diese Woche Europa, um gegen Staudammprojekte im Amazonasgebiet zu protestieren. Auch europäische Unternehmen wie die deutsche Voith Hydro und die österreichische Andritz AG sind am Bau einiger dieser Projekte beteiligt.

Sheyla Juruna, Sprecherin einer Indigenengemeinde, die von Belo Monte betroffen sein wird, sagte gestern gegenüber Survival International: "Die Dämme werden unwiderruflichen Schaden an unserer Kultur, unserer Gesellschaft und der Umwelt anrichten […] Wir werden wie Tiere behandelt, alle unsere Rechte werden verletzt."

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