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Weltfrauenkonferenz in Caracas beendet

Caracas. Am Dienstag ging in Venezuela die erste "Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen" zu Ende. Zum Abschluss zogen hunderte Teilnehmerinnen am Weltfrauentag durch die Hauptstadt Caracas. Zuvor hatten Aktivistinnen aus über 40 Ländern mehrere Tage in der Universidad Bolivariana (UBV) getagt und gemeinsame Standpunkte zu Frauenrechten und Gleichberechtigung erarbeitet.

Die so genannte Weltfrauenkonferenz zum 100. Weltfrauentag war vor einigen Jahren vom "Frauenpolitischen Ratschlag" in Deutschland initiiert worden. Am Ende fand sie ohne offizielle staatliche Unterstützung aus Venezuela statt und die unabhängige "Frauenbewegung Ana Soto" war alleinige lokale Partnerin der Deutschen Urheberinnen. Ein Großteil der regierungsnahen feministischen Bewegung in Venezuela hatte sich von der Veranstaltung distanziert. Als Grund nannte eine Basisaktivistin gegenüber amerika21.de, dass keine offene Diskussion über die Inhalte der Konferenz stattgefunden hätte. "Alles wurde bereits in Deutschland vorbereitet", so die Frauenrechtlerin, "von Deutschen für Deutsche, es gab keinen Freiraum für Vorschläge aus Lateinamerika".

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