Großmütter der Plaza de Mayo erhalten Friedenspreis der UNESCO

Fortaleza. Die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) hat die Großmütter der Plaza de Mayo am 3. März für ihr Engagement in der Friedensbildung mit dem Félix Houphout-Boigny-Preis ausgezeichnet. Die UNESCO ehrte damit den ausdauernden Kampf der Vereinigung für Frieden und Gerechtigkeit in Argentinien. Die Organisation setzt sich seit Jahren für die Suche von Kindern ein, die während der Militärdiktatur in Argentinien (1976-1983) entführt und gewaltsam verschwunden sind.

Bei der Preisverleihung erklärte die Vorsitzende der Großmütter der Plaza de Mayo, Estela de Carlotto, dass die Menschenrechtsorganisation es sich zum Ziel gesetzt habe, mindestens 400 der vermissten Enkel und Enkelinnen wieder aufzufinden. Bis heute konnte die 1977 – noch während der Diktatur – gegründete Organisation 102 der insgesamt fast 500 vermissten Kinder aufspüren, die während der Diktatur ihren Eltern entrissen worden waren.

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