Venezuela und Bolivien sollen Lithium ausbeuten

La Paz.  Venezuela hat Bolivien als erster Staat eine Verarbeitung der massiven Lithiumvorkommen vorgeschlagen. Das bestätigte Boliviens Minister für Außenhandel und Integration, Pablo Guzmán, auf einer Pressekonferenz in La Paz. Vor allem die Herstellung von Batterien habe bei den bilateralen Gesprächen im Mittelpunkt gestanden, sagte Guzmán nach Angaben der kubanischen Nachrichtenagentur Prensa Latina.

Der Minister äußerte auch die Hoffnung, dass sich sein Land auf diese Weise zu einem wichtigen Exporteur von Batterien entwickeln könnte. Andere Länder, so Guzmán, seien allein an der Ausbeutung des Rohstoffes interessiert gewesen. Bislang hatten sich in erster Linie Industriestaaten für den Rohstoff interessiert.

Bolivien beherbergt die weltweit größten Lithiumreserven mit 70 Prozent der weltweit nachgewiesenen Aufkommen. Das Alkalimetall ist für die Herstellung von Batterien und damit für die gesamte Elektro- und IT-Industrie äußerst wertvoll. Trotz des massiven Drucks der Industrie hat Boliviens Regierung angekündigt, das eigene Lithium nicht zu exportieren, sondern den Aufbau einer eigenen verarbeitenden Industrie anzustreben.

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