Washington. Die interamerikanische Menschenrechtskommission (CIDH) hat den honduranischen Staat dazu aufgefordert, unverzüglich Schutzmaßnahmen für die Mitarbeiter des Basisradios La Voz de Zacate Grande zu ergreifen. Als Teil der Bewegung zur Wiedererlangung von Grundstückstiteln auf Zacate Grande unterstützt das Radio die Rückgabe von Ländereien auf der im Süden von Honduras gelegenen Halbinsel.
Das erst im April 2010 gegründete Radio ist häufig Opfer von Übergriffen und Drohungen. Bereits zweimal wurde La Voz de Zacate Grande kurzzeitig von den Behörden geschlossen, das letzte mal im Februar dieses Jahres. Den Betreibern wird neben der Unterstützung von Landbesetzungen auch Steuerhinterziehung vorgeworfen. Mitte März wurde ein Attentat auf den Präsidenten Franklin Meléndez verübt, bei dem dieser eine Schussverletzung am Bein erlitt.
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Die Schutzmaßnahmen wurden bei der CIDH vom Weltverband der Community Radios – Sektion Lateinamerika und Karibik (AMARC-ALC) sowie den honduranischen Menschenrechtsorganisationen COFADEH und CEJIL beantragt.
Seit dem Putsch im Juni 2009 hat sich die Situation für kritische Journalisten in Honduras verschärft. Neben zahlreichen Morden sind Drohungen und Einschüchterungen an der Tagesordnung.
