Tobias Lambert

In Venezuela beginnt Dialog zwischen Regierung und Opposition

Die USA sitzen nicht mit am Tisch, gelten aber als treibende Kraft. Zunächst soll es um Hilfe nach den Erdbeben, Demokratie und politische Rechte gehen
Caracas. In Venezuela hat am Samstag offiziell der angekündigte Dialog zwischen Regierung und Teilen der Opposition begonnen. Anders als ursprünglich angedacht, blieb ein erstes persönliches Treffen jedoch aus. Der Parlamentspräsident Jorge Rodríguez, Bruder der Interimspräsidentin... weiter

IWF und Weltbank sagen Hilfe für Venezuela nach Erdbeben zu

Interimsregierung kündigt Unterstützung von IWF und Weltbank an. Nach den Rettungsarbeiten rückt der Neuaufbau in den Fokus
Caracas. Laut der venezolanischen Interimspräsidentin Delcy Rodríguez wird der Internationale Währungsfonds (IWF) Hilfen und Kredite in Höhe von 200 Millionen US-Dollar für den Wiederaufbau nach den Erdbeben vom 24. Juni bereitstellen. Das Geld solle in einen eigens dafür... weiter

Venezuela liefert Geschäftsmann Alex Saab an die USA aus

Saab saß bis 2023 in den USA in Haft. Regierung Maduro verteidigte ihn gegen Korruptionsvorwürfe und holte ihn per Gefangenentausch zurück. Unklarheit über seine Staatsbürgerschaft
Caracas. Venezuela hat am Samstag den kolumbianisch-venezolanischen Geschäftsmann und ehemaligen Industrieminister Alex Saab an die USA ausgeliefert. Saab galt als enger Vertrauter des Anfang des Jahres entführten Präsidenten Nicolás Maduro. "Die Maßnahme zur Abschiebung wurde... weiter

Rechte Opposition in Venezuela fordert Neuwahlen

Rodríguez und USA setzen auf wirtschaftliche Stabilisierung. Opposition legt Fahrplan vor. USA lockerte Sanktionen
Caracas. In Venezuela hat das oppositionelle Bündnis Plataforma Unitaria Democrática (PUD) einen Fahrplan für eine politische Transition vorgestellt. Dieser sieht drei Phasen vor: Stabilisierung, wirtschaftliche Erholung und Versöhnung sowie die Durchführung von Wahlen. Die... weiter

USA heben Sanktionen gegen Venezuelas Präsidentin Delcy Rodríguez auf

Schritt zur Annäherung zwischen der Interimspräsidentin und Washington. Sie hofft auf ein vollständiges Ende der US Sanktionen gegen Venezuela
Caracas/Washington. Die US-Regierung hat am Mittwoch die Sanktionen gegen Venezuelas Interimspräsidentin Delcy Rodríguez aufgehoben. Dies geht aus einer Aktualisierung der Sanktionsliste des Amtes zur Kontrolle ausländischer Vermögenswerte (OFAC) des US-Finanzministeriums hervor.... weiter

Maduro und Flores in den USA erneut vor Gericht

Bei der zweiten Anhörung ging es vor allem um die Frage der Prozesskosten. Übergangspräsidentin Rodríguez baut in Venezuela derweil die Regierung um
Washington/Caracas. Venezuelas entführter Präsident Nicolás Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores sind am Donnerstag in New York zu ihrer zweiten Anhörung vor Gericht erschienen. Dabei stand vor allem die Frage im Mittelpunkt, wer für die Anwaltskosten der beiden aufkommt. US-... weiter

USA erkennen Regierung Rodríguez in Venezuela offiziell an

Investitionen privater Firmen im Bergbau- und Erdölsektor. Diplomatische Beziehungen wieder aufgenommen. Trump: "Rodríguez leistet hervorragende Arbeit". Treffen mit rechter Oppositionspolitikerin "aus Höflichkeit"
Caracas/Washington. Gut zwei Monate nach dem US-Angriff auf Venezuela und der Entführung von Präsident Nicolás Maduro hat Donald Trump verkündet, die Übergangsregierung von Delcy Rodríguez offiziell anzuerkennen. "Tatsächlich haben wir sie rechtlich anerkannt", erklärte der US-... weiter

Amnestiegesetz in Venezuela verabschiedet

Regierung spricht von Versöhnung. Menschenrechtsorganisationen kritisieren eingeschränkten Geltungsbereich. 379 Gefangene sollen schnell entlassen werden
Caracas. In Venezuela hat das Parlament am Donnerstagabend das Amnestiegesetz verabschiedet. Es deckt insgesamt 13 spezifische Ereignisse zwischen 1999 und 2026 ab, darunter den gescheiterten Putsch gegen Hugo Chávez 2002, die oppositionellen Proteste 2014 und 2017 sowie die... weiter

Venezuela: Debatte über Amnestiegesetz vertagt

Regierung und Opposition diskutieren, ob sich Begünstigte schuldig bekennen müssen. Verschiebung soll "Klima der Versöhnung" schützen. Studierendenbewegung demonstriert für Freilassungen
Caracas. In der zweiten Lesung des geplanten Amnestiegesetzes hat sich das venezolanische Parlament am Donnerstag nicht abschließend auf den endgültigen Wortlaut einigen können. Während die ersten sechs Artikel, teils mit leichten Änderungen zur ursprünglichen Fassung,... weiter

Venezuela: Die Versammlung entscheidet

Der zentral-westliche Bundesstaat Lara in Venezuela ist reich an Erfahrungen mit Selbstverwaltung
Erfolgreiche Projekte mit unterschiedlichem politischem Hintergrund bestehen hier nebeneinander. Sinnbildlich dafür stehen das unabhängige Kooperativennetzwerk Cecosesola und die sozialistische Comuna El Maizal. Obst und Gemüse stapeln sich auf Tischen. An den Kassen der großen Markthalle bilden... weiter

Venezuela: "Wir brauchen eine offene Debatte darüber, wie die Menschenrechtsverletzungen gestoppt werden können"

Der venezolanische Kriminologe und Aktivist Andrés Antillano zu Polizeigewalt und zum kürzlich veröffentlichten UN-Bericht
Vergangene Woche ist ein vom UN-Menschenrechtsrat in Auftrag gegebener Bericht erschienen, der schwere Menschenrechtsverletzungen wie extralegale Hinrichtungen und Folter in Venezuela thematisiert. Die Verfasser sehen Anhaltspunkte für Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Wie ist der... weiter

Venezuela: Der Sprung ins Kommunale

Über die Gründe der ökonomischen Krise in ihrem Land sind sich venezolanische Linke ebenso wenig einig wie über die Wege zu ihrer Bewältigung
Vor der Metrostation Agua Salud im Westen von Caracas schlängelt sich die Straße einen der Hügel des Stadtviertels 23 de enero hinauf. An der Seite ragen breite, 15-stöckige Hochhausblocks empor. Dazwischen erstrecken sich die für Venezuela typischen, als barrios bekannten Armenviertel aus roten... weiter

Obama isoliert im "Hinterhof"

Mit den jüngsten Sanktionen hebt die US-Regierung die Konfrontation mit Venezuela auf eine neue Stufe
Die US-Regierung erklärt Venezuela kurzerhand zur "Bedrohung" und sorgt dafür, dass die Regierung von Nicolás Maduro Rückendeckung aus ganz Lateinamerika erhält. Der venezolanische Präsident lässt sich als Reaktion darauf vom Parlament erneut dazu bevollmächtigen, per Dekret zu regieren. Das Land... weiter

Sehnsucht nach Chávez


In Venezuela müssen sich die chavistischen Bewegungen nach dem Tod des Ex-Präsidenten neu organisieren
Dieser Beitrag erscheint in der kommenden Ausgabe der Lateinamerika Nachrichten (LN 473) Hugo Chávez ist noch immer der wichtigste Bezugspunkt in der venezolanischen Politik. Doch bei den Basisbewegungen hat sein Tod Spuren hinterlassen. Die direkte Verbindung, die er vor allem zur ärmeren... weiter

Die Landfrage bleibt ungelöst

Trotz zahlreicher Landreformen hat sich an der ungleichen Verteilung des Bodens in Lateinamerika bis heute wenig geändert
In ihrer am Sonntag erscheinenden Ausgabe werden die Lateinamerika Nachrichten (LN) gemeinsam mit dem FDCL ein 40-seitiges Dossier zur Agrarfrage herausgeben. Wir veröffentlichen im Voraus einen Überblicksartikel über die Agrarreformen in Lateinamerika. Bereits seit der Kolonialzeit ist die... weiter

Bloß keine Invasion

Linke Regierungen in Lateinamerika warnen vor militärischem Eingreifen in Libyen. Chávez fordert eine internationale Kommission
Die meisten links regierten Staaten Lateinamerikas scheuen sich vor einer Parteinahme in dem gewaltsamen Konflikt in Libyen. Kuba und Venezuela rechnen aufgrund des libyschen Öls mit einer militärischen Invasion der NATO und wenden sich strikt gegen Einmischung von außen. Vor allem Venezuela wirft... weiter

Direkte Demokratie nicht ausgeschöpft

Venezuelas Opposition könnte über dekretierte Gesetze von Präsident Chávez eine landesweite Debatte erzwingen - wenn sie denn wollte
Am Ende legte Venezuelas Nationalversammlung noch einen drauf. Zwölf Monate wollte der venezolanische Präsident Hugo Chávez ursprünglich per Dekret regieren. Während der zweiten Lesung des Bevollmächtigungsgesetzes (Ley Habilitante) am Freitag weitete das Parlament den Zeitraum auf 18 Monate aus.... weiter

Studierende gegen Schlagmann

Konfrontationen zwischen Regierung und Opposition spitzen sich zu
Die neoliberale Studierendenbewegung in Venezuela geht wieder massiv auf die Straße. Sie protestiert gegen die venezolanische Medienpolitik, die Stromknappheit sowie die Regierung an sich. Eine deutliche Abwertung der Landeswährung sorgt für weitere Kritik. Im Januar geht es in Venezuela immer heiß... weiter

Von der Vertikalen in die Horizontale

Der Dokumentarfilm "Comuna im Aubau" zeigt: Die spannendsten Entwicklungen in Venezuela finden jenseits der Regierung statt
Nachbarinnen und Nachbarn organisieren sich, legen die Prioritäten im Viertel fest und verabschieden auf basisdemokratischen Versammlungen Projekte. Straßen werden saniert, Häuser ausgebessert oder alternative Vertriebsstrukturen für Agrarprodukte aufgebaut. Das Geld dafür kommt von der Regierung.... weiter

Schon entdeckt? amerika21.de

Artikel im ver.di-Magazin "Menschen machen Medien"
Informationen aus Lateinamerika sind wieder gefragt. Ausgehend von Venezuela 1999, kamen in den letzten Jahren in vielen Ländern des Kontinents progressive, häufig durch soziale Bewegungen gestützte Regierungen an die Macht. Seitdem wird auch hierzulande in größeren Medien wieder verstärkt über... weiter