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Chávez sagte Staatsbesuche ab

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Wie das venezolanische Ministerium für Kommunikation und Information am Dienstag bekanntgab, musste die Reise aufgrund gesundheitlicher Probleme verschoben werden. Chávez begründete den Ausfall mit einer schwerern Knieverletzung. Ein neuer Reisetermin steht noch nicht fest.


Caracas/Brasília. Der venezolanische Präsident Hugo Chávez wird diese Woche zu Staatsbesuchen in Brasilien, Ecuador und Kuba erwartet. Ziel der Reise ist nach Angaben der venzolanischen Regierung die Stärkung der Bündnisse ALBA und UNASUR.

Beginnen wird die Tour am heutigen Dienstag in der brasilianischen Hauptstadt Brasília, in der Präsidentin Dilma Rousseff zum ersten Mal ihren venezolanischen Amtskollegen zu einem offziellen Staats- und Regierungstreffen empfängt. Bei dem Treffen sollen nach Angaben der brasilianischen Regierung die bisherigen Abkommen beider Länder in den Bereichen Landwirtschaft, Regionalentwicklung, sozialer Wohnungsbau, Bankbeziehung und Integration evaluiert und weiterentwickelt werden.

Mit der Vorgängerregierung unter Präsident Luiz Inácio "Lula" da Silva hatte Hugo Chávez insgesamt 27 bilaterale Verträge geschlossen. Umgerechnet rund 4,5 Millarden US-Dollar betrug das Handelsvolumen beider Länder im Jahr 2010. Neben der Fortsetzung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit soll bei dem Treffen zudem ein gemeinsamer Reformvorschlag für den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen ausgearbeitet werden. Dabei soll Venezuela die Kandidatur Brasiliens als Nicht-Ständiges Mitglied des Sicherheitsrates unterstützen.

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