Venezuela / Politik / Medien

Kritik an Entlassung bei Radio del Sur

Caracas. Angestellte des multistaatlichen Sender Radio del Sur haben die Entlassung der Direktorin Cristina González durch den venezolanischen Kommunikations- und Informationsminister Andrés Izarra kritisiert. González war von Izarra telefonisch von der Amtsenthebung unterrichtet worden. Nach Angaben des alternativen bolivianischen Nachrichtenportals Bolpress begründete der Minister den Schritt mit González Kritik an der Informationspolitik im Fall Pérez Becerra. Die venezolanische Regierung habe angewiesen, über diesen Disput nicht zu berichten.

Der schwedische Journalist kolumbianischer Herkunft, Joaquín Pérez Becerra, war unlängst von Venezuela nach Kolumbien ausgeliefert worden. Die Staatsführung in Bogotá wirft ihm die Mitgliedschaft in der Guerillaorganisation FARC vor. Die Auslieferung durch Venezuela war bei Medienmachern und politischen Gruppierungen in beiden Staaten auf massive Kritik gestoßen.

Die Entlassung von González wird in einem Kommuniqué der Mitarbeiter des Senders nun als "Schlag gegen die alternative Kommunikation in den ALBA-Staaten" bezeichnet.

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