Honduras: 100 Millionen für Ernährungssicherheit

Tegucigalpa. Die honduranische De-facto-Regierung unter Führung des Politikers Porfirio Lobo hat am vergangenen Wochenende bei der Weltbank einen Kredit von 100 Millionen US-Dollar beantragt, um mit dem landesinternen Programm zur Ernährungssicherheit auch die ärmsten Regionen des Landes zu erreichen. Regierungsangaben nach sollen die Gelder für neue Pflanzungen und für Förderprogramme der Ernährungssicherheit verwendet werden.

Einem Bericht der Interamerikanischen Entwicklungsbank zufolge ist Honduras eines der am stärksten von der derzeitigen weltweiten Ernährungskrise betroffenen lateinamerikanischen Länder (amerika21.de berichtete). In den ersten Monaten dieses Jahres stiegen die Kosten für Lebensmittel international auf ein Rekordhoch. Nach Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisationen der Vereinten Nationen (FAO) verteuerten sich insbesondere Zucker, Mais und Weizen.

Nach Presseangaben stiegen in Honduras seit der Machtübernahme Lobos Anfang 2010 die Preise des Basiskorbs für Nahrungsmittel um sechs Prozent. Ein Drittel der Bevölkerung leidet an Unterernährung, auf dem Land haben 60 Prozent der Kinder nicht genug zu essen. Kritische Stimmen werfen der Regierung vor, die Bäuerinnen und Bauern regelrecht zum Anbau der Ölpalmen zu zwingen, während 70 Prozent vom konsumierten Reis und Mais importiert werden muss.

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