Tödliche Gewalt gegen Demonstranten in der Dominikanischen Republik

Santo Domingo. Nach mehrtägigen Protesten im Nordosten der Dominikanischen Republik haben soziale Organisationen und Gewerkschaften ihre Proteste vorübergehend ausgesetzt. Nach Auskunft lokaler Medien hatte die Regierung des Karibikstaates zuvor zugesagt, auf Forderungen der Protestierenden einzugehen.

Ein Bündnis aus regierungsunabhängigen Gruppierungen und Arbeitnehmerverbänden war in den vergangenen Tagen für eine Verbesserung der sozialen Lage auf die Straße gegangen. Die Staatsführung unter Präsident Leonel Fernández reagierte zunächst mit Gewalt: Bei Polizeieinsätzen gegen die Demonstranten wurde mindestens ein Zivilist erschossen, fünf weitere Teilnehmer der Proteste wurden zum Teil schwer verletzt.

Sprecher der Polizei gestanden die tödlichen Schüsse ein. Die Einsatzkräfte hätten sich gegen vermummte Demonstranten schützen wollen, hieß es zur Begründung. Protestteilnehmer wiedersprachen dieser Darstellung und warfen den Einsatzkräften "wahllose Gewalt" vor.

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