Argentinien drängt auf weniger Protektionismus im Agrarsektor

Berlin/Buenos Aires. Die argentinische Botschaft in Deutschland hat die protektionistische Handelspolitik von Industriestaaten für die wachsenden Preise von Nahrungsmitteln weltweit verantwortlich gemacht. "Als Grund für die steigenden Preise wird von einigen Vertretern der entwickelten Länder die Finanzspekulation hervorgehoben", heißt es in einer Erklärung der Botschaft.

Neben dieser Begründung verweist die diplomatische Vertretung auf "das Ungleichgewicht zwischen globaler Versorgung und einer stetig steigenden Nachfrage der schnell wachsenden asiatischen Volkswirtschaften" sowie "protektionistische Handelspolitiken vieler entwickelter Staaten, die Marktverzerrungen hervorrufen". Dadurch würden potentielle und effizientere Produzenten von einem Markteintritt abgehalten.

"Ohne diese Interventionen im Agrarsektor könnte das Ziel einer langfristigen und nachhaltigen Nahrungsmittelsicherheit gewährleistet werden", erklärt die Botschaft.

Unter Berufung auf die Studie "Price Volatility in food and agriculture markets: policy responses” (siehe Anhang) der Welternährungsorganisation (FAO) und der OECD forderte die argentinische Regierung eine Reduktion des Protektionismus' im Agrarsektor. Botschaft und Regierung Argentiniens berufen sich dabei auch auf den Verhandlungsprozess der WTO in der Doha-Entwicklungsrunde.

"Eine weitergehende Integration globaler und regionaler Märkte sowie Verbesserungen der Wettbewerbsfähigkeit werden zu einem steigenden Handelsvolumen sowie mehr Lieferanten und Käufern führen", heißt es in der Erklärung.

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