Dominikanische Republik: Hühnchen gegen Erdöl aus Venezuela

Santo Domingo. Die Dominikanische Republik wird neben anderen Gütern nun auch mit Hühnerfleisch und Speiseöl für die Erdöllieferungen aus Venezuela bezahlen. Das gab der Botschafter Venezuelas nach Gesprächen mit Regierungsvertretern in Santo Domingo bekannt. Zudem führen beide Staaten Gespräche über die Lieferungen von Baumaterial und Uniformen aus der Dominikanischen Republik nach Venezuela. Derzeit erhält die Dominikanische Republik täglich 50.000 Barrel Erdöl aus dem südamerikanischen Land. Der Austausch von Erdöl gegen Waren ist Teil der Abkommen des energiepolitischen Regionalbündnisses PetroCaribe.

Bislang exportiert die Dominikanische Republik im Gegenzug zu den Erdöllieferungen schwarze Bohnen, Zuckerprodukte und andere Nahrungsmittel nach Venezuela.

Der Karibikstaat schuldet Venezuela derzeit 2,02 Milliarden US-Dollar, von denen nach Angaben des Direktors des staatlichen Kreditinstitutes Banco de Reservas, Vicente Bengoa, bis zum April dieses Jahres über Naturalienlieferungen 59 Millionen US-Dollar beglichen wurden. Die Ausstände über das PetroCaribe-Abkommen können über 25 Jahre mit einem effektiven Jahreszins von einem Prozent beglichen werden.

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