Ecuador / Menschenrechte

Ausnahmezustand und Alkoholverbot in Ecuador

Quito. Nachdem in den letzten Tagen 21 Personen in der ecuadorianischen Provinz Los Ríos an gepanschtem Alkohol verstarben, verhängte das Gesundheitsministerium am Sonntag (Ortszeit) den Ausnahmezustand sowie ein Alkoholverbot - beides zunächst für 72 Stunden, berichtet die staatliche Zeitung El Ciudadano.

Seit Dienstag waren über einhundert Alkoholvergiftungen in Los Rios und vier weiteren Provinzen registriert worden. Der Ausnahmezustand solle jedoch lediglich die ungehinderte Durchführung von Gesundheitskontrollen sicher stellen. Andere Grundrechte seien davon nicht betroffen, versicherte die Behörde. Nach 72 Stunden werde die Situation erneut evaluiert und über weitere Maßnahmen entschieden.

Erste Untersuchungen hatten den Industriealkohol Methanol in verschiedenen Proben bestätigt. Gesundheitsminister David Chiriboga berichtete zudem von der Festnahme eines tatverdächtigen Getränkelieferanten.

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