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Delegation aus Libyen in Nicaragua und Kuba

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Ortega und Gaddafi in Libyen
Ortega und Gaddafi in Libyen

Managua. Nach Gesprächen mit den Regierungen von Venezuela und Nicaragua ist eine hochrangige Delegation aus Libyen nun in Kuba eingetroffen. Die Diplomatengruppe unter Leitung von Finanzminister Abdul Hafid Al Zleitni sowie Kommunikations- und Transportminister Hohamad Zydan hatte nach Angaben regionaler Medien in den Gesprächen um Unterstützung für eine politische Lösung des andauernden Konfliktes in dem nordafrikanischen Land geworben. Zugleich suchten die Vertreter der Gaddafi-Führung um Unterstützung gegen die NATO-Angriffe auf ihr Land.

Nach den Gesprächen in Venezuela hatte der Präsident dieses südamerikanischen Landes, Hugo Chávez, die Anerkennung der Rebellen verurteilt. Nicaraguas Staatschef Daniel Ortega äußerte sich nun ähnlich. Der linksgerichtete Politiker kritisierte die "terroristischen" Bombenangriffe der NATO. Nach 135 Tagen ununterbrochener Bombardierungen seien "tausende Tote" zu beklagen, so Ortega.

Zugleich gab Ortega bekannt, dass die Gaddafi-Führung zu einer politischen Lösung des Konfliktes bereit ist. Die Unterhändler hätten ihm die Bereitschaft versichert, Wahlen auszurichten, wenn die Angriffe der NATO eingestellt werden, berichtet die spanische Nachrichtenagentur EFE unter Berufung auf Ortega.

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