Mexiko / Menschenrechte

Mexiko: Zwei tote Studenten durch Polizeigewalt

Chilpancingo. In der Hauptstadt des Bundesstaates Guerrero, Chilpancingo, sind am Montag bei Protesten von Lehramtsstudenten zwei Demonstranten ums Leben gekommen. Polizeieinheiten hatten aus bisher ungeklärten Gründen das Feuer auf die Demonstration von rund 100 Studierenden eröffnet. Zwei Studenten erlagen ihren Schussverletzungen vor Ort, ein weiterer Student liegt im Krankenhaus in Acapulco im Koma.

Weitere 26 Personen wurden festgenommen, darunter die Journalisten Erick Escobedo und Raúl Sendic García Estrada. Nach der Freilassung von 23  Inhaftierten am Mittwoch sprach die staatliche Kommission für Menschenrechte von "Spuren diverser Schläge" auf deren Körpern.

Bisher ungeklärt ist, ob die Einheiten der Bundespolizei oder diejenigen des sozialdemokratisch verwalteten Bundesstaates Guerrero das Feuer eröffnet haben. Auf Fotos und in Videoaufnahmen sind Polizisten in Zivil zu erkennen, die auf die Demonstranten schießen.

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In Guerrero befinden sich seit zwei Monaten unter dem Einsatzname “Sicheres Guerrero” Einheiten der Bundespolizei, die offziell die Gewalt der organisierten Kriminalität eindämmen sollen. Kurz nach der Schießerei besetzte das Militär die Straßen von Chilpancingo.

Die Studierenden, welche sich in der Ausbildung zu Grundschullehrern befinden, blockierten die “Autobahn der Sonne” genannte Straße nach Acapulco und forderten Verhandlungen mit der Regierung über Verbeserungen ihrer Bildungssituation, unter anderem über eine ausreichende Verpflegung in der als Internat geführten Ausbildungsstätte in Ayotzinapa.

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