Mindestlohn in Bolivien seit 2006 mehr als verdoppelt

La Paz. Der Mindestlohn in Bolivien soll in diesem Jahr um 15 Prozent steigen. Dies hat die Regierung von Präsident Evo Morales vorgeschlagen. Damit würde der Mindestlohn auf auf 937 Bolivianos (umgerechnet 101 Euro) steigen und hätte sich deit dem Amtsantritt der Regierung im Jahr 2006 mehr als verdoppelt, berichtet die halbstaatliche kubanische Nachrichtenagentur Prensa Latina unter Berufung auf bolivianische Quellen.

2006 betrug der Mindestlohn in Bolivien noch 440 Bolivianos, derzeit werden laut Gesetz mindestens 815 Bolivianos gezahlt. In den vergangenen Jahren stieg der Mindestlohn dabei jährlich mindestens um fünf Prozent.

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Am Mittwoch lehnten sowohl Gewerkschaftsvertreter als auch Unternehmer es ab, an einem Treffen mit dem Arbeits- und dem Wirtschaftsminister zum Thema der Erhöhung des Mindestlohns sowie der Löhne teilzunehmen. Die Löhne sollen dabei nach den Vorstellungen der Regierung um 6,9 Prozent steigen.

Der Präsident des bolivianischen Gewerkschaftsverbandes COB, Juan Carlos Trujillo, forderte direkte Gespräche mit Präsident Morales ohne die Unternehmer. Für den kommenden Mittwoch kündigte er einen 24-stündigen Streik an.

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