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Sympathie für Fidel Castro: Baseball-Manager aus Miami suspendiert

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Im Visier des Exils: Olwaldo "Ozzy" Guillén
Im Visier des Exils: Olwaldo "Ozzy" Guillén

Miami. Der Baseball-Club Los Marlins aus Miami hat die Suspendierung seines aus Venezuela stammenden Managers Oswaldo Guillén sowie die Aussetzung seiner Gehaltzahlungen angekündigt. Den Schritt begründeten die Verantwortlichen mit den Äußerungen Guilléns zum kubanischen Revolutionsführers Fidel Castro.

Der aus Venezuela stammende Manager hatte zuvor in einem Interview mit der US-amerikanischen Zeitschrift Times seine Sympathie für den ehemaligen Staatschef Kubas zum Ausdruck gebracht. Er bewundere Castro auch, weil dieser in den vergangenen Jahrzehnten unzählige Attentatsversuche überstanden hat.

Als Reaktion auf die Äußerung haben zahlreiche Anhänger des Vereins sowie Lokalpolitiker scharfe Kritik an Guillén geäußert und seine Kündigung gefordert. Der Club Los Marlins ist in "Little Habana" beheimatet, dem Zentrum des antikubanischen Exils in Miami.

Obgleich Guillén daraufhin in einer Pressekonferenz seine Aussagen relativierte, hielten Teile der exilkubanischen Fangemeinde an seiner Suspendierung fest. Unterstützt wurden sie dabei Unterstützung von der rechtsgerichteten venezolanischen Organisation Politisch Verfolgte Venezolaner im Exil (Veppex).

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