Polizei in Honduras tötet indigenen Aktivisten

La Esperanza, Honduras. Die honduranische Polizei hat am 1. Mai bei einer versuchten Hausdurchsuchung in San Bartolo den 24-Jährigen Santos Alberto Domínguez Benítez erschossen. Domínguez hatte sich über das Eindringen der drei Polizisten in das Haus seiner Mutter beschwert, woraufhin diese das Feuer eröffneten und den Lenca-Indigenen durch einen Kopfschuss töteten. Domínguez war aktives Mitglied der indigenen Organisation COPINH und setzte sich für die Rechte der indigenen Bevölkerung und die Verteidigung der natürlichen Ressourcen ein.

Das indigene Dorf San Bartolo im Bezirk Intibucá befindet sich zur Zeit in Gesprächen mit den honduranischen Behörden über die Erlangung eines kommunalen Landtitels. Bewohner des Dorfes wurden deshalb in den vergangenen Tagen mehrfach von regionalen Großgrundbesitzern, welche sich Teile der Ländereien illegal aneigneten, bedroht und eingeschüchtert. Zudem gilt San Bartolo als eine der Hochburgen des indigenen Widerstandes gegen ein geplantes Staudammprojekt in der Region.

In einer Erklärung zu dem Mord macht COPINH die Polizei und den Staatssekretär für Sicherheit Pompello Bonilla Reyes für den Mord verantwortlich und fordert eine vollständige und unabhängige Untersuchung und die Bestrafung der Verantwortlichen.

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