Demonstrationen zum Jahrestag des Putsches in Honduras

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Demonstrationszug in Tegucigalpa
Demonstrationszug in Tegucigalpa

Tegucigalpa. Mit Demonstrationen in mehreren Städten hat die honduranische Widerstandsbewegung am 28. Juni an den dritten Jahrestag des zivil-militärischen Putsches und an die Entstehung des Bündnisses FNRP gedacht. So gab es unter anderem Demonstrationen in Tegucigalpa, San Pedro Sula, Olancho, Comayagua, Choluteca, Copán, La Ceiba und Santa Bárbara.

In der Hauptstadt Tegucigalpa sprachen der ehemalige Präsident Manuel Zelaya und seine Ehefrau Xiomara Castro nach der Demonstration. Castro ist Präsidentschaftskandidatin der Partei Libre, die von Teilen der FNRP gegründet wurde, um an den Wahlen 2013 teilzunehmen. Bei der Demonstration und der anschließenden Kundgebung sprachen sich die Teilnehmer auch gegen den parlamentarischen Putsch in Paraguay und gegen die Unterzeichnung des Assoziierungsabkommens zwischen Mittelamerika und der Europäischen Union am Freitag aus.

Am 28. Juni 2009 war der demokratisch gewählte Präsident Manuel Zelaya wegen angeblichen Verfassungsbrüchen von Soldaten festgenommen und außer Landes geschafft worden. Die Monate nach dem Putsch waren geprägt von Massendemonstrationen und staatlicher Repression. Aus den Protesten gegen den Putsch entstand das nationale Widerstandsbündnis FNRP. Seit dem zivil-militärischen Putsch hat sich die Menschenrechtslage in Honduras gravierend verschlechtert und das Land befindet sich in einer tiefen politischen und sozialen Krise.

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