Paraguay / Politik

Unasur bestätigt Auschluss Paraguays

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Logo der Unasur
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Lima. Das südamerikanische Staatenbündnis Unasur hat am Mittwoch bekannt gegeben, dass der Ausschluss Paraguays weiterhin aufrecht erhalten bleibt. Die Entscheidung fiel nach einer Überprüfung der aktuellen politischen Lage im Land durch den Hohen Rat der Unasur. Paraguay wird seit dem Putsch gegen den demokratisch gewählten Präsidenten Fernando Lugo im vergangenen Juni vom ehemaligen Vizepräsidenten Federico Franco regiert.

Nach Angaben des Vorsitzenden des Hohen Rates, Salomón Lerner, beruht die Entscheidung auf einem Gutachten, das von den Geschäftsträgern der Unasur-Botschaften in Asunción erstellt wurde. Daraus gehe hervor, dass die wirtschaftliche Lage Paraguays stabil sei. Im Bereich der politischen Freiheiten und der Menschenrechte habe es jedoch Beeinträchtigungen gegeben. Dies gelte besonders für die im öffentlichen Sektor tätigen Anhänger Lugos. Ende August sei ein weiteres Treffen der Unsaur geplant, um erneut über die Zukunft Paraguays zu beraten.

De-facto-Präsident Federico Franco kritisierte unterdessen die Unasur und deren Haltung, bezeichnete sie jedoch als unwichtig. Er sei zuversichtlich, dass die Sitzung der Organisation der Amerikanischen Staaten (OAS), die am 22. August in Washington stattfindet, positiv für Paraguay ausfalle.

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