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Venezuelas Vizepräsident kritisiert Gerüchte über Chávez

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Maduro-Pressekonferenz beim Sender Telesur
Maduro-Pressekonferenz beim Sender Telesur

Caracas. Venezuelas Vizepräsident Nicolás Maduro hat sich gegen Vorwürfe der Opposition in dem südamerikanischen Land gewehrt, nach denen die Staatsführung widersprüchlich über den Gesundheitszustand des amtierenden Präsidenten Hugo Chávez informiert. "Wir berichten verantwortungsvoll und gemäß den aktuellen Informationen", sagte Maduro auf einer Pressekonferenz Anfang der Woche. Allerdings entwickele sich die Situation stetig weiter, fügte der ehemalige Außenminister an.

Vor wenigen Tagen hatte Maduro über eine Verbesserung der Gesundheit Chávez’ berichtet, zuletzt folgten dann Informationen über neue Komplikationen. Der 58-jährige hatte nach seiner inzwischen vierten Krebs-Operation eine Lungenentzündung erlitten, die sich zuletzt offenbar wieder verstärkte.

Vertreter der Opposition und regierungskritische Privatmedien warfen der Staatsführung daraufhin eine Verwirrungstaktik vor, obgleich fast täglich Kommuniqués über den Gesundheitszustand von Chávez veröffentlicht werden. Zugleich werden in Privatmedien stetig neue Gerüchte über den Präsidenten veröffentlicht, dessen angeblicher Tod schon mehrfach vermeldet wurde. Der fragwürdige Umgang mit dem Thema wird inzwischen sogar von konservativen Privatmedien in Lateinamerika kritisch hinterfragt.

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