Uruguay / Wirtschaft

Mujica verschiebt Legalisierung von Marihuana

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Präsident Mujica stoppt Gesetz zur Legalisierung von Hanf
Präsident Mujica stoppt Gesetz zur Legalisierung von Hanf

Montevideo. Uruguay wird vorerst am Verbot von Hanf festhalten. Präsident José Mujica gab in der vergangenen Woche bekannt, dass er ein mehrfach angekündigtes Gesetz zur Legalisierung der Pflanze nicht unterzeichnen wird. Eine Umfrage, in der sich die Mehrheit der Uruguayer gegen diesen Schritt ausgesprochen hatte, habe ihn dazu bewogen, seine Pläne vorerst auf Eis zu legen. Prinzipiell halte er aber an dem Vorhaben fest. Die Diskussion über eine staatlich kontrollierte Freigabe von Marihuana dauert bereits seit einem halben Jahr.

Die von José Mujica selber vorbereitete Initiative sieht vor, dass der Staat legal Cannabis produzieren und verkaufen darf. Auch der Eigenanbau und der Besitz von bis zu 40 Gramm soll legalisiert werden. Begründet wurde das Vorhaben mit dem Scheitern der bisherigen, rein repressiven Drogenpolitik in Lateinamerika. Nachdem sich im vergangenen Jahr zahlreiche prominente lateinamerikanische Politiker für eine Legalisierung von Drogen ausgesprochen hatten, wurde die Initiative Uruguays international als ein erster Versuchsballon für eine Wende in der Drogenpolitik bewertet.  

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