Venezuela

Initiative für mehr Entwicklung

Venezuelas Regierung startet die "Mission 13. April": Regionale Aufbauprojekte sollen von Einwohnern kontrolliert werden

Caracas. Venezuelas Regierung hat am vergangenen Sonntag ein neues Sozialprogramm ins Leben gerufen, das die Entwicklung von Gemeinden befördern soll. Ein weiteres Ziel ist nach Angaben von Präsident Hugo Chávez, die direkte Beteiligung der Bevölkerung an den Entwicklungs- und Aufbauvorhaben zu stärken. Auf diese Weise soll die direkte Demokratie unterstützt und Korruption verhindert werden. Das Programm trägt den Namen "Mission 13. April". An diesem Tag war im Jahr 2002 in Venezuela ein Putschversuch rechter Militärs und Unternehmerverbände gegen die Regierung Chávez niedergeschlagen worden.

Mit dem neuen Programm, für das die Regierung zunächst umgerechnet 186,2 Millionen US-Dollar zur Verfügung gestellt hat, soll die Infrastruktur in Armenvierteln aufgebaut und erneuert werden. Zudem soll über Maßnahmen zur Strukturförderung die Ansiedlung von Unternehmen in marginalisierten Regionen unterstützt werden. Durch die "soziale Aufsicht der Investitionen und Ausgaben durch die Menschen können wir dabei der Korruption ein Ende setzen", sagte Chávez am Sonntag in seiner wöchentlichen Fernseh- und Radiosendung Aló Presidente.

Als positives Beispiel nannte der Staatschef ein Vorhaben in dem Armenviertel "27. Februar" außerhalb der Hauptstadt Caracas. Zusammen mit dem Ministerium für Bauwesen hätten die Einwohner dort in gemeinschaftlicher Arbeit rund 50 Fassaden von Wohnhäusern renoviert. Auch seien Trinkwasserpumpen in Stand gesetzt worden, die 15 Jahre außer Betrieb waren. Die Investition für dieses Projekt bezifferte Chávez auf umgerechnet 27 Millionen US-Dollar.

Ähnliche Entwicklungsprojekte sollen künftig nach einem "Punkt- und Kreis-Prinzip" in Angriff genommen werden. Die Arbeiten werden an einem Ort begonnen und von dort aus rundherum weitergeführt.


Einen Bericht des venezolanischen Staatsradios finden Sie (in spanischer Sprache) hier.

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