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12.01.2008 Deutschland / Venezuela

Gemeinsame Sache

Venezuela-Solidaritätsbewegung kommt am Rande der Rosa-Luxemburg-Konferenz zusammen

Berlin. Aktivisten der Venezuela-Solidaritätsbewegung haben sich am Samstag in Berlin zusammengefunden, um über eine bundesweite Kooperation zu beraten. Rund 20 Teilnehmer aus ganz Deutschland nahmen an dem Treffen am Rande der Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz teil, um Erfahrungen und Ziele ihrer Arbeit auszutauschen. Eingeladen zu dem Austausch hatte das Portal amerika21.de.

In einem ersten Schritt soll eine gemeinsame Mailingliste zur besseren Vernetzung der Gruppen eingerichtet werden. Mit diesem Medium werden sich die Gruppen transparent austauschen können. So will man gegenseitig von Erfahrungen profitieren und die überregionale Zusammenarbeit fördern, die bisher noch nicht sehr weit ausgebaut ist.

Amerika21.de will zu diesem Prozess beitragen. Die noch kleine Gruppe aus Journalisten und Medienfachleuten mit Venezuela-Erfahrung hat nach halbjährigem Aufbau der Seite engeren Kontakt zu den Soligruppen gesucht. Die wesentliche Aufgabe des Projektes sehen die Redaktion und deren Unterstützer in der Bereitstellung von authentischen Informationen über Venezuela. Gewährleistet werden sollen zugleich Kommunikationsmöglichkeiten für die Solidaritätsbewegung.

Mit Vertretern von gut einem Dutzend Gruppen und Organisationen, Journalisten und diplomatischen Vertretern wurde die Möglichkeit einer engeren Zusammenarbeit beraten. Die Bedeutung eines Internetportals wie amerika21.de wurde dabei von den Anwesenden hoch bewertet. Ein solches alternatives Nachrichtenportal sei wichtig, so Teilnehmer auf dem Treffen. Auch Hintergrundinformationen und Pressekritik sowie der Terminkalender seien hilfreich für die Soliarbeit. Um den Charakter der Seite als Medium der Solidaritätsbewegung zu stärken, baten die Redakteure die Teilnehmer, ihre Kompetenzen und Ideen in das Projekt einzubringen: Als Mitglieder der so genannten Comunidad könnten Kommentare verfasst, Leserbriefe und Termine weitergeleitet und eigene Beiträge verfasst werden.

"Langfristig ist die Qualität und das umfangreiche Angebot der Seite nur mit der Unterstützung aus der Solibewegung aufrecht zu erhalten", sagte Harald Neuber als Vertreter der Redaktion. Einige Teilnehmer hätten bei dem Treffen in Berlin aber schon Interesse an einer Mitarbeit bekundet.

Sowohl Vertreter der Soligruppen als auch Redationsmitglieder von amerika21.de stimmten darin überein, dass der Fokus der Solidaritätsbewegung nicht nur auf dem bolivarischen Venezuela liegen solle. Auch andere progressive Entwicklungen wie in Bolivien und anderen lateinamerikanischen Ländern müsse Beachtung finden.

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