Haiti

Haiti-Konferenz in Santo Domingo geplant

Präsidenten Haitis und der Dominikanischen Republik bereiten das Treffen vor

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Haiti-Konferenz in Santo Domingo geplant
Haiti nach dem Beben: Der Wiederaufbau wird Jahre dauern

Port-au-Prince/Caracas. Die Präsidenten Haitis und der Dominikanischen Republik, René Préval und Leonel Fernández, sowie Vertreter weiterer Staaten sind am Montag in Santo Domingo zusammengekommen, um eine internationale Haiti-Konferenz vorzubereiten. Nach Angaben des Presse- und Informationsamtes der Dominikanischen Republik nahm an der Unterredung auch die Erste Vizepräsidentin Spaniens, María Teresa Fernández de la Vega, teil, die am Wochenende das Katastrophengebiet in Haiti besucht hatte.

Am Vorabend des Treffens in Santo Domingo bekräftigte Fernández de la Vega die Bereitschaft der Europäischen Union, alle zur Verfügung stehenden Hilfsmittel nach Haiti zu senden, das am vergangenen 12. Januar von einem verheerenden Erdbeben verwüstet wurde.

Laut der Mitteilung der Dominikanischen Regierung stand bei der Diskussion die Koordinierung der internationalen Hilfe im Zentrum. Die internationale Unterstützung für die karibische Nation sei ein kurz- und mittelfristiges Projekt, hieß es in dem Dokument weiter.

Die Grundlagen der internationalen Hilfspläne seien bei einem Treffen zwischen Leonel Fernández, René Préval und dem Ministerpräsidenten Haitis, Jean Max Bellerive, festgelegt worden. Die Politiker waren am Rande eines Besuches Fernández´ in Haiti am vergangenen Donnerstag zusammengekommen.

Der Präsident der Dominikanischen Republik lud zu dem Gipfeltreffen auch Vertreter internationaler Organisationen ein, unter ihnen die Organisation der Vereinten Nationen, die Weltbank, die Karibische Gemeinschaft (CARICOM), die Interamerikanische Entwicklungsbank (BID) und weitere Entwicklungsorganisationen.

Präsident Fernández hatte, um den Katastrophenopfern zu helfen, wenige Stunden nach dem verheerenden Erdbeben umfangreiche Unterstützung für das benachbarte Haiti veranlasst, darunter di Entsendung von Nahrungsmitteln, Medikamenten, Wolldecken und von Hilfspersonal.

In der Dominikanischen Republik, die sich die Insel Hispaniola mit Haiti teilt, war das Erdbeben ebenfalls deutlich zu spüren, auch wenn von hier keine Todesopfer oder erwähnenswerten Schäden berichtet werden.

In Haiti haben die Stoßwellen die Hauptstadt Port-au-Prince in weiten Teilen zerstört. Hilfsorganisationen gehen von zehntausenden Toten und rund einer Viertel Million Verletzten aus.


Bildquelle: PLFOTO/Felix Jacinto Breton

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