Neokolonialismus

17 Artikel

Argentinien schwächt Gesetz zum Schutz des Eigentums nach Protesten ab

Nahe des Senats feuert die Nationale Gendarmerie Gummigeschosse auf Demonstranten
Begrenzungen für ausländische Investoren bleiben bestehen, Naturschutz nach Waldbränden wird nicht eingeschränkt, der Senat erleichtert aber Zwangsräumungen von Mietern
Buenos Aires/Córdoba. Während Tausende im ganzen Land an Demonstrationen teilnahmen, stimmte der argentinische Senat in einer nächtlichen Sitzung über den Gesetzesentwurf der Regierung zur "Unverletzbarkeit des Privateigentums" ab. Das Gesetz sollte ursprünglich auch Beschränkungen... weiter

Venezuela braucht einen "neuen Befreiungskampf"

Interview mit Ex-Vizepräsident Elías Jaua zu US-Vormundschaft. Regierungsbilanz und Stand der Basisorganisation
Das vorliegende Interview wurde Mitte Mai veröffentlicht, also vor dem Erdbeben in Venezuela. Nach der Naturkatastrophe, die die Zwangsvormundschaft der USA immer weiter vertieft, bleibt Jauas Analyse aktuell, zum Beispiel hinsichtlich einer "militärischen Besatzung". Er erläutert unter anderem,... weiter

Katastrophenkapitalismus in Venezuela wie in Haiti?

Imperiale Kontrolle unter dem Deckmantel der humanitären Hilfe nach dem Erdbeben in Venezuela
Es ist geradezu obszön, dass ausgerechnet das SouthcomSouthcom ist das Regionalkommando der US-Streitkräfte für Lateinamerika und die Karibik. Es spielte eine zentrale Rolle bei der Entführung von Nicolás Maduro und Cilia Flores am 3. Januar 2026 und ist maßgeblich an den seit September 2025... weiter

Korruptionsvorwurf gegen Trump wegen Öl aus Venezuela

Erster Öl-Verkauf ging an Spender von Trumps Wahlkampagne. Schweizer Firma profitiert davon
Washington. Die US-Regierung hat zum ersten Mal seit der Festnahme von Nicolás Maduro venezolanisches Öl an die Firma Vitol verkauft. Der Deal hatte ein Volumen von rund 250 Millionen US-Dollar. Das in Genf ansässige Handelsunternehmen unterhält einen US-Sitz in Houston und einer... weiter

"Diktatur des Bergbaus" in Argentinien: Der Widerstand von Andalgalá

Gemeinden kämpfen ums Überleben gegen eine übermächtige Allianz aus Politik, Justiz, Wirtschaft und Medien
Ein zwei Kilometer langes und fast einen Kilometer tiefes Loch klafft in der Bergkette von Andalgalá in den argentinischen Anden. 1997 wurde dort La Alumbrera in Betrieb genommen, das erste Bergbauprojekt in Lateinamerika, das Gold, Kupfer und Molybdän in dieser Größenordnung abbaut. Es markiert... weiter

Anklage gegen Volkswagen wegen Sklavenarbeit in Brasilien

Auf VW-Plantage in Amazonien wurden zwischen 1974 und 1986 Hunderte von Arbeitern versklavt. Entschädigung für schwere Menschenrechtsverletzungen von Volkswagen gefordert
Brasília. Die brasilianische Staatsanwaltschaft für Arbeit und Soziales (MPT) hat am Donnerstag eine Zivilklage gegen Volkswagen do Brasil eingereicht. Sie beschuldigt den Automobilhersteller, zwischen 1974 und 1986 Arbeiter:innen auf der Farm Vale do Rio Cristalino in Santana do... weiter

Senat in Chile unterstützt umstrittenes "modernisiertes Rahmenabkommen" mit der EU

Neuer Vertrag kommt EU-Interessen an chilenischen Ressourcen für Energiewende entgegen. Bündnis kritisiert neokoloniale Unterwerfung
Santiago. Der Senat in Chile hat für das viel kritisierte modernisierte Handelsabkommen mit der Europäischen Union gestimmt. Der Vertrag war von der Regierung unter Präsident Gabriel Boric als "dringlich" in den parlamentarischen Prozess eingebracht worden. Die Abstimmung am 13... weiter

Haiti: Das Chaos ist zu einem Instrument der Kontrolle geworden

Kervens Louissaint aus Haiti über die Komplexität der bewaffneten Gruppen und des Kampfes in seinem Land
Um die aktuelle Krise in Haiti zu verstehen, muss man zunächst die Entwicklung der bewaffneten Gruppen nachvollziehen, die das Land in ein Kriegsgebiet verwandelt haben. In den vergangenen drei Jahrzehnten haben sich in Haiti bewaffnete Gruppen aus den armen Vierteln gebildet (vor allem in der... weiter

Neokolonialismus in Lateinamerika: Ein neuer Anlauf

Die Eliten der USA und Europas verschleiern ihre Invasionsbestrebungen mit dem Gerede von universellen Werten und einer grünen Agenda
Die führenden Politiker und Wirtschaftseliten der USA und Europas setzen ihre neokoloniale Politik gegenüber den lateinamerikanischen Staaten fort und verschleiern ihre Invasionsbestrebungen mit dem Gerede von universellen Werten und einer grünen Agenda. Die westlichen Volkswirtschaften sind an der... weiter

Haiti: Neokoloniales Scheitern und die "ewige Bestrafung seiner Würde"

Die aktuelle Krise in Haiti ist ein weiteres Kapitel in der Geschichte von Kolonialismus und Abhängigkeit
Die filmreife Flucht von mehr als 3.600 Gefangenen, ein Sturm bewaffneter Angriffe und der anschließende Rücktritt des bedrohten und in Puerto Rico gestrandeten Premierministers Ariel Henry haben Haiti für einige Tage ins Rampenlicht der großen Medienkonsortien gerückt und ein trauriges Bild des... weiter

Haiti: Von Verzweiflung und Wut

Die Bevölkerung begehrt auf gegen ein korruptes System ‒ und gegen jede Art von Intervention der "Internationalen Gemeinschaft"
Seit Wochen befindet sich Haiti im Aufruhr. Die brutale Erhöhung der Treibstoffpreise war der Auslöser dafür. Wir müssen nicht nur über die Gründe für den Aufstand berichten, sondern vor allem (wieder) deutlich machen, dass die Haitianerinnen und Haitianer zu Recht aufbegehren. Seit der... weiter

"Arme Länder entwickeln reiche Länder, nicht umgekehrt"

Der Globale Norden entzieht dem Süden Rohstoffe im Wert von 2,2 Billionen Dollar pro Jahr. Diese Summe würde ausreichen, um die extreme Armut fünfzehnfach zu beenden, weltweit
Wir wissen schon lange, dass der industrielle Aufstieg der reichen Länder auf der Ausbeutung des Globalen Südens während der Kolonialzeit beruhte. Die industrielle Revolution in Europa stützte sich größtenteils auf Baumwolle und Zucker, die auf Land angebaut wurden, das den amerikanischen Indigenen... weiter

Stecken Haitis Kapitalisten hinter der Ermordung von Präsident Jovenel Moïse?

Das Komplott könnte ein Versuch sein, die revolutionäre Bewegung aufzuhalten und US-Marines ins Land zu bringen
Der haitianische Präsident Jovenel Moïse wurde von mutmaßlichen Söldnern ermordet. Im Interview mit Jacobin sagt der Herausgeber der englischen Ausgabe von "Haiti Liberté", er vermute, dass einige der reichsten Familien Haitis die Angreifer angeheuert haben, um einer möglichen Revolution... weiter