Ulrike Bickel

Erste Weltkonferenz in Kolumbien zum Ausstieg aus fossilen Energien

Antwort auf die "mangelhafte" Abschlusserklärung der COP30 von 2025. Vertreter:innen von 54 Staaten und 2.600 Organisationen kommen zusammen
Santa Marta. Vom 24. bis 29. April findet in der kolumbianischen Hafenstadt Santa Marta die erste internationale Konferenz zum gerechten Ausstieg aus fossilen Brennstoffen statt. Es handelt sich um eine Initiative Kolumbiens und der Niederlande. Regierungsvertreter:innen aus... weiter

Brasilien: Ende des Sojamoratoriums droht Abholzung zu erhöhen

Sojahändler sehen Moratorium als Wachstumshindernis. Umweltorganisationen protestieren. Beziehungen zu Europa und China könnten belastet werden
Brasília. Der brasilianische Verband der Pflanzenölindustrie (ABIOVE), dem die global führenden Sojahändler ADM, Bunge, Cargill, Cofco und Louis Dreyfus angehören, ist zum 15. Februar aus dem Soja-Moratorium ausgestiegen. Dies könnte die Abholzung im Amazonasgebiet bis 2045 um bis... weiter

Brasilien: Greenpeace fordert Bohrstopp nach Leck im Amazonasbecken

Petrobras entdeckt Leck im Amazonasbecken und stoppt Bohrungen. Greenpeace und Anrainergemeinden haben vor Verschmutzung gewarnt und verlangen sofortigen Bohrstopp
Brasília. Anfang 2026 sind rund 15.000 Liter Bohrflüssigkeit aus einem Bohrloch der brasilianischen Ölgesellschaft Petrobras in der Nähe des Amazonasbeckens ausgetreten. Nach Angaben des Unternehmens wurde das Leck am 4. Januar 2026 etwa 175 Kilometer vor der Küste von Amapá in... weiter

Gipfel der Völker in Brasilien übergibt Erklärung an COP30

Rekordbeteiligung in Belém. Regierungsvertreter Brasiliens und der COP30 beim Gipfel der Völker. Erklärung nennt den Kapitalismus als Hauptursache der Klimakrise
Belém. Der Gipfel der Völker, der vom 12. bis 16. November in Belém stattgefunden hat, hat sein Programm am vergangenen Sonntag mit einem politischen Meilenstein beendet. Offiziell wurde ein Schreiben, die Abschlusserklärung, während einer öffentlichen Anhörung an der... weiter

COP30 in Brasilien: La Vía Campesina fordert Klimagerechtigkeit

Die Bewegung verlangt Agrarreform und Ernährungssouveränität. Sie lehnt Emissionshandel und -kompensationen ab. Keine Lösung für Klimakrise im Kapitalismus
Belém. Zu Beginn der Weltklimakonferenz COP30 in Brasilien hat die internationale Bewegung La Vía Campesina ("Der bäuerliche Weg") ihr globales Manifest für Klimagerechtigkeit vorgestellt, in dem sie konkrete Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen und zur Beendigung... weiter

Chile: "Grüne Lunge" in Gefahr

Laufwasserkraftwerk soll vor allem Energie für den Kupfertagebau Los Pelambres liefern
Das Wasserkraftprojekt Alto Maipo in der Nähe von Santiago de Chile bedroht nicht nur ein wichtiges Naherholungsgebiet, sondern auch die Trinkwasserversorgung der Metropole. Mehrere deutsche Unternehmen und Finanzinstitutionen beteiligen sich an diesem umstrittenen Bauvorhaben. Wenn das Kraftwerk... weiter

Brasilien meldet Höchstwert bei Pestizidvergiftungen seit 2015

Lockerere Zulassungen und steigender Einsatz von Pestiziden verschärfen die Gesundheitskrise in ländlichen Gebieten. Expansion der Agrarindustrie im Norden des Landes
Brasília. Mit 27 Vergifteten pro Tag aufgrund von Pestiziden hat Brasilien 2025 das schlimmste Jahr seit 2015 erlebt. Das geht aus einer Analyse von Reporter Brasil auf Grundlage von Daten des Gesundheitsministeriums hervor. Offiziell wurden 9.729 Fälle registriert – ein Anstieg um... weiter

Schattenbericht zu Rückschritten im Umweltschutz in Chile

Chiles Zivilgesellschaft bewertet Menschenrechts-Bilanz ihrer Regierung im UN-Ausschuss für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte. Massive Rückschritte belegt.
Am 15. und 16. September wurde die Menschenrechts-Bilanz der Regierung von Chile in Genf/ Schweiz vom 18-köpfigen Ausschuss für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte der Vereinten Nationen (UNCESCR) unter Vorsitz von Preeti Saran (Indien) überprüft. Seitens der Zivilgesellschaft nahmen... weiter

Manifest der Anti-Erdöl-Kampagne in Brasilien

Die Anti-Erdöl-Kampagne Nem Um Poço a Mais (Kein einziges weiteres Bohrloch) publizierte Ende März 2025 diese Erklärung
Das neunte Seminar der Kampagne brachte in Espírito Santo rund 100 Menschen aus elf brasilianischen Bundesstaaten, aus Argentinien und Peru zusammen, um sich gegen den Ausbau der Ölförderung an der Amazonasmündung und weltweit zu wehren. Das Manifest und die Unterzeichner der Anti-Erdöl-Kampagne... weiter

Windparks in Mexiko: Entwicklung für alle Menschen?

Die Energiewende ist dringend notwendig, aber sie erfolgt weder nachhaltig noch sozial und ökologisch gerecht
Der Isthmus von Tehuantepec in Oaxaca, der schmalste Teil des mexikanischen Territoriums, ist ein Gebiet, das aufgrund seiner strategischen Lage und seines biologischen Reichtums seit jeher vom transnationalen Kapital begehrt wird. Die Versuche, die Region zu kontrollieren und auszubeuten, können... weiter

Wahlen und politische Hegemonie in Paraguay

Die Fähigkeit der Colorado-Partei, nationalistische Gefühle einzufangen, ist heute so stark wie vor Jahrzehnten
Der erneute Sieg der Regierungspartei in Paraguay zwingt uns, uns auf die Partei zu konzentrieren, die seit 1947 regiert und in der Lage ist, den Staat zu kontrollieren und zu ihren Gunsten zu mobilisieren. Santiago Peña, der von Horacio Cartes, dem von den USA sanktionierten Ex-Präsidenten,... weiter

Brasilien: Antrittsrede von Präsident Lula da Silva vor dem Parlament

Lesen Sie die vollständige Rede des brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva vor dem Nationalkongress am 1. Januar 2023
Zum dritten Mal trete ich vor diesen Nationalkongress, um dem brasilianischen Volk für das Vertrauen zu danken, das wir erhalten haben. Ich erneuere meinen Treueeid auf die Verfassung der Republik, zusammen mit Vizepräsident Geraldo Alckmin und den Ministerinnen und Ministern, die mit uns für... weiter

Basisorganisationen in Venezuela warnen vor Offensive der Agrarindustrie und Gen-Saatgut

Lobby der transnationalen Agrarkonzerne will Gesetz gegen gentechnisch verändertes Saatgut abschaffen, das einzigartig in Lateinamerika ist
Caracas. Verschiedene Basisorganisationen und ökosozialistische Aktivisten haben mit Debatten, kulturellen Aktivitäten und Kundgebungen in verschiedenen Bundesstaaten Venezuelas zu den Weltaktionstagen gegen Monsanto, Bayer und Syngenta mobilisiert. Ein Hauptthema war die... weiter

Die Macht des Agrobusiness in Lateinamerika

Die großflächige kommerzielle Landwirtschaft, besonders der Sojaanbau und die Viehzucht, ist die Hauptursache für die Entwaldung in Lateinamerika
Im Jahr 2020 wurde erwartet, dass die durch die Covid-19-Pandemie hervorgerufenen Störungen im Agrar- und Ernährungssystem zu Engpässen führen und die Ernährungssicherheit der Welt gefährden würden. Dies geschah nicht, und obwohl der Hunger in der Welt weiter anstieg, hatte er nicht die... weiter

Den Kampf gegen Hunger und Gift in Nahrungsmitteln führen

116 Millionen Menschen in Brasilien leben ohne gesicherten Zugang zu Nahrung. Sie wissen nicht, was sie am nächsten Tag zu essen haben werden, oder verfügen nur über Nahrung mit einem geringen Nährwert
Ernährung ist das wichtigste Menschenrecht. In Brasilien leiden 19 Millionen Menschen (neun Prozent der Bevölkerung) unter chronischem Hunger, der durch die Pandemie, die Arbeitslosigkeit, den Anstieg der Lebensmittelpreise (der höchste seit 2003) und vor allem durch die Misswirtschaft der... weiter

Argentinien: "Agrarökologie ist ohne eine feministische Perspektive nicht möglich"

Landarbeiterinnen kämpfen für eine Agrarreform und brechen mit dem "Männerpakt"
Kleinbäuerinnen aus verschiedenen Teilen des Landes sprechen darüber, wie wichtig es ist, ein Gesetz zu verabschieden, das den Zugang zu Land für die Produktion ermöglicht. Sie zeigen auf, dass es nach wie vor Hindernisse für die Gleichstellung der Geschlechter gibt, dass es notwendig ist, die... weiter