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Costa Rica: Verfassungsgericht verbietet Aussaat von Gen-Mais

Nein zum gentech Mais in Costa Rica

"Nein zum transgenen Mais in Costa Rica"

San José. Am 1. Februar hat das höchste Gericht Costa Ricas eine Klage angenommen, welche die Verfassungsmäßigkeit eines Pflanzenschutzgesetzes anzweifelt. Dieses Gesetz aus dem Landwirtschaftsministerium bildete die Grundlage der Entscheidung der Nationalen Kommission für Biosicherheit, die gentechnisch veränderten Maissorten MON-88017, MON-603 y MON-89034 des Saatgutkonzerns Monsanto Delta & Pine Semillas in Costa Rica zuzulassen.

Durch die Annahme der Klage gilt eine einstweilige Verfügung, die bis zum Ende der gerichtlichen Prüfung die Aussaat genveränderten Saatguts in Costa Rica verbietet.

In der Klageschrift wird angezweifelt, ob das Gesetz das Recht auf eine gesunde und ökologisch ausgeglichene Umwelt respektiert. Außerdem kritisieren die Klägerorganisationen, dass die Beteiligungsrechte der Öffentlichkeit nicht ausreichend eingeräumt wurden.

Sirel Mauricio Álvarez, Aktivist des ökologischen Netzwerks Bloque Verde und Präsident der Ökologischen Förderation von Costa Rica, betonte, dass die Gentechnik-kritische Bewegung durch dieses Moratorium Zeit gewonnen hat, um weiter gegen die Pläne der internationalen Gentechnikkonzerne zu mobilisieren. So soll die Ausrufung gentechnikfreier Regionen vorangetrieben und ein Gesetz eingebracht werden, das den Umgang mit gentechnisch veränderten Organismen grundsätzlich regelt.

Bis heute haben sich 26 von 81 Regionen in Costa Rica zur gentechnikfreien Zonen erklärt.

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