Geldwäsche-Anschuldigen gegen HSBC in Argentinien

Buenos Aires. Die argentinische Finanz- und Steuerbehörde reicht Klage gegen die europäische Großbank HSBC ein. Dem Geldhaus "Hongkong and Shanghai Banking Corporation" wird vorgeworfen, durch Geldwäsche und Steuerhinterziehung umgerechnet 59 Millionen Euro über Scheinkonten in das System geschleust zu haben. Der Leiter der Steuerbehörde, Ricardo Echegaray, sagte, dass man in den letzten sechs Monaten bei der Bank Scheingeschäfte beobachtet habe, mit denen Steuerabgaben auf Gewinneinkommen umgangen wurden.

Schon 2009 wären der Behörde Unregelmäßigkeiten bei den Bankgeschäften der HSBC aufgefallen. Die Pressesprecherin der HSBC für Lateinamerika, Lyssette Bravo, erklärte, dass man die argentinische Regierung bei ihren Bemühungen zur Aufklärung der Vorfälle unterstützen wolle. Der Fall wird nun vor dem Bundesgericht behandelt. Erst kürzlich musste die HSBC in den USA ein Bußgeld von 1,92 Milliarden US-Dollar wegen Verstößen gegen die Geldwäschebestimmungen zahlen. 

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