Argentinien zu Neuverhandlung mit Hedgefonds bereit

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Berufungsgericht in New York City
Berufungsgericht in New York City

New York/Buenos Aires. Im Rechtsstreit mit US-amerikanischen Hedgefonds hat die Regierung Argentiniens sich zu einer Neuverhandlung der Schulden bereit erklärt. Bei einer Berufungsverhandlung in New York sagte der Rechtsanwalt der Regierung des südamerikanischen Landes, Jonathan Blackman, man könne den Wert der strittigen Staatsanleihen neu verhandeln. Berechnungsgrundlage müsse aber der bestehende Schuldenschnitt sein. Die Regierung von Argentinien sei bereit, die Gesetzeslage des Landes entsprechend zu ändern, um eine Neuverhandlung zu ermöglichen.

Mit dem Angebot versucht die Regierung von Präsidentin Cristina Fernández, einem lange währenden Konflikt ein Ende zu setzen. Ende November hatte der New Yorker Bezirksrichter Thomas P. Griesa der Klage des US-Hedgefonds NML Capital auf vollständige Auszahlung alter Staatsanleihen stattgegeben. Das Berufungsgericht in New York setzte die Zahlung aber vorerst aus und will den Sachverhalt nach den Plädoyers beider Seiten nun neu prüfen. Das in Zypern ansässige Tochterunternehmen der Elliott Management Corporation, der Aurelius-Fonds und einige Kleinanleger verlangen die volle Auszahlung des ursprünglichen Nominalwertes in Höhe von 1,3 Milliarden US-Dollar. Sollten sich die Spekulanten damit durchsetzen, droht dem argentinischen Staat womöglich der technische Bankrott.

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