Aktivisten bitten um Unterstützung für Honduras-Projekt

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Opfer von Repression: Bauern in der honduranischen Konfliktregion Bajo Aguán
Opfer von Repression: Bauern in der honduranischen Konfliktregion Bajo Aguán

Berlin. Honduras-Aktivisten bitten um Mithilfe für die Publikation eines Interview- und Fotobandes über die aktuelle Situation in dem mittelamerikanischen Land. Das Buch soll im Juni erscheinen, heißt es auf der Plattform krautreporter.de.

Das Buch "Honduras – Stimmen gegen den Ausverkauf des Landes" ist als Sammlung von Interviews, Hintergrundinformationen und Fotos zur politischen Situation in Honduras angelegt. Dabei sollen vor allem Landkonflikte im Vordergrund stehen. Das Material wurde von den Mitgliedern des Bündnisses Hondurasdelegation gesammelt, vor allem während eines zweimonatigen Besuchs bei den Basisradios des Zivilen Rates der indigenen und Volksorganisationen von Honduras (COPINH) und der Garífuna-Organisation OFRANEH. Die Autorinnen und Autoren sprachen mit Mitgliedern der Widerstandsbewegung des Landes.

Dabei sei auch immer wieder deutlich geworden, dass die honduranische Privatisierungspolitik vor allem indigene Gruppen und Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in ihren Lebensgrundlagen trifft, heißt es aus Aktivistenkreisen. Politischer Protest gegen Landraub und Umweltzerstörung erweise sich oft als lebensbedrohlich, berichteten die Aktivisten. Die Hondurasdelegation will mit dem Buch ein Bild von Honduras zeichnen, das sich in den etablierten deutschen Medien kaum findet. Damit solle im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen im November ein differenziertes und kritisches Bild von Honduras vermittelt werden.

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