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Solidaritätsplattform ALBA SUIZA nimmt Arbeit auf

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Die Präsidentin von ALBA SUIZA, Karin de Fries, bei ihrer Ansprache
Die Präsidentin von ALBA SUIZA, Karin de Fries, bei ihrer Ansprache

Bern. Am vergangenen Samstag hat die Schweizer Solidaritätsplattform ALBA SUIZA in Bern ihre offizielle Gründungsversammlung abgehalten. Die Vereinigung, welche die Solidaritätsarbeit für die emanzipatorischen Prozesse in Lateinamerika insbesondere in den ALBA-Mitgliedstaaten koordinieren soll, umfasst verschiedene bestehende Lateinamerika-Solidaritätsgruppen und Einzelpersonen. In der Gründungserklärung hielt die Organisation fest, man wolle von der Schweiz aus "zur Solidarität und zur Entfaltung der sozialen Bewegungen" beitragen. ALBA SUIZA unterstütze die "antikolonialen, antikapitalistischen, antiimperialistischen und antipatriarchalen Kämpfe" in Lateinamerika. Dazu sollen die Zusammenarbeit zwischen Solidaritätsgruppen verstärkt, eine Kampagne gegen mediale Desinformation geführt und die politische Bildungsarbeit intensiviert werden.

Bei der Gründungsversammlung wurde ein zwölfköpfiger Vorstand aus Vertreterinnen und Vertretern der verschiedenen Regionen der Schweiz gewählt, der von der Züricher Sozialanthropologin und Lehrerin Karin de Fries präsidiert wird. Unter den Anwesenden war auch der Geschäftsträger der Botschaft Venezuelas in der Schweiz, Silvio Fernández Briceño, der ALBA SUIZA zur Gründung beglückwünschte. Der Vertreter Venezuelas bei den Vereinten Nationen in Genf, Botschafter Jorge Valero, sandte eine Grußbotschaft an die Versammlung, in welcher er die Wichtigkeit der internationalen Solidaritätsarbeit betonte.

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Die rund fünfzig Delegierten von ALBA SUIZA verabschiedeten zum Schluss der Versammlung eine Resolution, in der sie sich gegen jegliche militärische Aktionen und Staatsstreiche aussprachen. Anlässlich des 40. Jahrestages des Putsches gegen Salvador Allende in Chile am 11. September 1973 warnte ALBA SUIZA vor einer "neuen Etappe der Einmischung und der Putsche", die mit den Staatsstreichen in Honduras (2009) und Paraguay (2012) begonnen habe. Aus aktuellem Anlass wurde in die Resolution auch die Zurückweisung eines militärischen Angriffs gegen Syrien aufgenommen. "Die humanitären, politischen, wirtschaftlichen und sozialen Probleme können nicht mit militärischen Aktionen gelöst werden", heißt es in der Erklärung.

Zudem sprach sich die Organisation für eine friedliche Lösung der sozialen und politischen Konflikte in Kolumbien aus und bekräftigte ihre Solidarität mit den seit Wochen anhaltenden Protesten von Bauern, Minenarbeitern und Gewerkschaften in diesem Land.

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