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Tropenstürme in Mexiko: Indigene Opfer bleiben unsichtbar

Von Erdrutschen betroffenes Gebiet in Guerrero

Von Erdrutschen betroffenes Gebiet in Guerrero

Guerrero, Mexiko. Hunderte Gemeinden in der Region Montaña des Bundesstaates Guerrero sind von der Außenwelt abgeschnitten. Niemand weiß, wie viele Todesopfer dort zu beklagen sind. Das Menschenrechtszentrum Tlachinollan beklagt, dass indigene Katastrophenopfer in Guerrero ignoriert werden, die mexikanische Regierung blende diese vollständig aus.

Die Folgen des Unwetters in dieser Region sind nicht überschaubar. Neben Erdrutschen ist es vielfach zur Vernichtung der Felder gekommen, von denen der Mais weggespült wurde. Für die Subsistenzbauern könnte es in naher Zukunft zu einer alarmierenden Nahrungsmittelverknappung kommen. Besonders betroffen sind neben anderen die Gemeinden der Méphaa-Ethnie.

Während die mexikanischen Medien ausführlich über die Evakuierung von Touristen aus Acapulco berichteten, wurden die traditionellen Gemeindeautoritäten, die sich in der Kreisstadt Tlapa hilfesuchend an die Behörden wandten, abgewiesen. Das Menschenrechtszentrum beklagt die fehlende Koordination zwischen den verschiedenen Regierungsebenen und den fehlenden politischen Willen zu einer schnellen Hilfe. Zugleich riefen die MitarbeiterInnen von Tlachinolllan die Zivilbevölkerung zu solidarischer Hilfe auf.

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