CELAC plädiert für vollständige Vernichtung von Atomwaffen

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Bruno Rodríguez, amtierender Präsident der CELAC und Außenminister von Kuba.
Bruno Rodríguez, amtierender Präsident der CELAC und Außenminister von Kuba.

New York. Die Gemeinschaft der lateinamerikanischen und karibischen Staaten (CELAC) hat bei der 68. UNO-Vollversammlung in dieser Woche für die Vernichtung von Kernwaffen plädiert. Das Gremium sprach sich für ein "universelles und verbindliches Rechtsmittel aus, das die Kernwaffen verbietet", sagte der Außenminister von Kuba und amtierende Präsident der CELAC, Bruno Rodríguez. Seine Rede fand im Rahmen der ersten Konferenz zur atomaren Entwaffnung statt, die die UNO-Versammlung bisher durchgeführt hat.

Das Regionalbündnis bekräftigte sein Interesse daran, eine internationale Konferenz einzuberufen, um "Wege und Methoden zu suchen, die so schnell wie möglich zur Eliminierung dieser Waffen führen". Außerdem müsse ein Programm vereinbart werden, das stufenweise die Entwicklung von Atomwaffen, aber auch ihre Produktion, den Erwerb, die Aufbewahrung und Verwendung sowie die Durchführung von Tests verbietet und grundsätzlich die Zerstörung dieser Waffen festschreibt. Die Festsetzung von kernwaffenfreien Zonen sei ein richtiger Schritt für eine weltweite nukleare Abrüstung. Lateinamerika und die Karibik hätten bereits einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, indem diese die ersten Regionen seien, die sich als atomwaffenfreie Zone erklärt hätten, sagte Rodríguez.

Der amtierende Präsident der CELAC rief die Kernwaffen besitzenden Staaten dazu auf, diese Waffen aus ihren Sicherheitsdoktrinen und Militärstrategien zu streichen. Weltweit gibt es 23.000 Atomwaffen. Nach Angaben der deutschen Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des AtomkriegesIPPNWverfügt die NATO über 20 taktische Atomwaffen in Deutschland, die in Rheinland-Pfalz stationiert seien.

Die CELAC nutzte die 68. Sitzungsperiode der UNO-Vollversammlung auch, um die Zusammenarbeit mit asiatischen und arabischen Ländern zu vertiefen. Im Lauf der Woche fanden Treffen mit dem Kooperationsrat der arabischen Golfstaaten statt, in dem Bahrein, Kuwait, Oman, Katar, Saudi-Arabien und die Vereinten Arabischen Emirate vertreten sind. Die erweiterte CELAC-Troika, zu der derzeit Kuba, Chile, Costa Rica sowie Trinidad und Tobago gehören, hat darüber hinaus mit dem chinesischen Außenminister und mit hochrangigen Funktionären aus Japan, der Türkei und Südkorea Gespräche geführt.

Die Gemeinschaft der lateinamerikanischen und karibischen Staaten vertritt 33 Länder und damit circa 600 Millionen Menschen. Seit ihrer Gründung im Dezember 2011 sucht die CELAC die Annäherung an andere Länder, um mit ihnen Erfahrungen auszutauschen sowie Strategien zur Überwindung der Armut und der Wirtschaftskrise zu diskutieren.

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