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Lateinamerika trauert um Mandela – Kampf gegen Unterdrückung betont

Nelson Mandela und Fidel Castro verband eine enge Freundschaft

Nelson Mandela und Fidel Castro verband eine enge Freundschaft

Pretoria. Lateinamerikanische Staats- und Regierungschefs haben betroffen auf den Tod des südafrikanischen Befreiungskämpfers und Ex-Präsidenten (1994-1999) Nelson Mandela reagiert. Mehrere Regierungsvertreter hoben vor allem Mandelas Kampf gegen die Unterdrückung in Südafrika hervor und verwiesen auf seine Haltung gegenüber der kubanischen Revolution. Unter anderem in Venezuela und Kuba wurde eine dreitägige Staatstrauer verordnet.

Venezuelas Präsident Nicolás Maduro sagte nach dem Erlass zur Staatstrauer. "Im Gedenken an den Giganten Nelson Mandela habe ich im Namen des venezolanischen Volkes diese dreitägige Trauerzeit im Vaterland von (Simón) Bolívar und (Hugo) Chávez angeordnet", schrieb Maduro bei dem Kurznachrichtendienst Twitter. "Neun Monate nach dem Ableben unseres Kommandanten (Hugo Chávez) hat uns heute ein weiterer Gigant dieser Welt verlassen. Madiba, Du wirst ewig leben", fügte Maduro an. Madiba war der traditionelle Clan-Name Mandelas und wurde zu einem Kosenamen des Politikers.

Boliviens Präsident Evo Morales würdigte Mandela als einen "unbezähmbaren Mann", der sein Volk aus der Dunkelheit gerettet habe. "Für uns, die wir für Gerechtigkeit und für die Befreiung unserer Völker kämpfen, verursacht dieser Verlust tiefen Schmerz", so Morales.

Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff bezeichnete Mandelas Lebenswerk als "einen der wichtigsten Emanzipationsprozesse in der modernen Geschichte – das Ende der Apartheid". Sein Kampf sei nicht nur für Afrika ein Vorbild, "sondern für all jene, die für Gerechtigkeit, Freiheit und Gleichheit kämpfen".

Weitere Reaktionen kamen aus Nicaragua, Argentinien, Ecuador, aber auch aus rechtsgerichteten Staaten der Region. Wie Politiker in Europa und den USA äußerten sich diese politischen Vertreter – etwa in Chile, Mexiko und Kolumbien – aber weitgehend unverbindlich zu seinem "Einsatz für den Frieden" oder "die Versöhnung".

Besondere Aufmerksamkeit kam den Reaktionen aus Kuba zu, dessen Revolution Mandela immer bewundert hatte und zu dessen Ex-Präsidenten Fidel Castro ihn eine enge Freundschaft verband. "In tiefer Trauer senden wir angesichts des Todes unseres lieben Genossen Nelson Mandela unser aufrichtiges Beileid im Namen des kubanischen Volkes und seiner Regierung", heißt es in einer Nachricht des Staats- und Regierungschef Raúl Castro an Südafrikas Präsidenten Jacob Zuma. Die Nachricht richtete sich an die Familie Mandelas, den Afrikanischen Nationalkongress "und die ganze Nation".

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