Aktivistinnen in Mexiko spüren verschwundene Migranten auf

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Mütter verschwundener Migranten bei ihrer diesjährigen Karawane
Mütter verschwundener Migranten bei ihrer diesjährigen Karawane

Mexiko-Stadt. Der neunte Marsch der Karawane "Mütter verschwundener Migranten Emeteria Martínez" ist mit einem Erfolg zu Ende gegangen. Die Frauen konnten zum Abschluss sechs Angehörige in unterschiedlichen mexikanischen Bundesstaaten aufspüren, die ihre Heimat auf der Suche nach dem "Amerikanischen Traum" verlassen hatten. Die Erwartungen seien damit übertroffen worden, so die Koordinatorin des Komitees der Angehörigen von Migranten, Nery Santos. Die Gruppe aus 45 Personen, davon 40 Mütter aus Guatemala, Honduras, El Salvador und Nicaragua hatte sich zu Beginn des Marsches das Ziel gesteckt, 5 Personen zu finden.

Insgesamt sollen während der neun durchgeführten Märsche schon 200 vermisste Personen von ihren Angehörigen wiedergefunden worden sein. Vier weitere seien in Gefängnissen in Oaxaca aufgespürt worden und könnten nun zumindest wieder Kontakt mit ihren Familien haben. Allerdings würden die Anstrengungen der Karawanen von den in Mexiko ansässigen Vertretungen der zentralamerikanischen Länder kaum unterstützt, wodurch der Prozess schwieriger sei, so Santos. Nichts destotrotz sollen die Märsche auch in Zukunft fortgesetzt werden und als Zeichen der Hoffnung für all diejenigen dienen, die nach migrierten und verschwundenen Familienmitgliedern suchen. Die Aktivistinnen wollen somit auch darauf aufmerksam machen, dass weiterhin humanitäre Lösungen im Bereich der zentralamerikanischen Migration fehlen.

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