Chile / Politik

Chile ernennt erstmals Mapuche zum Botschafter

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Domingo Namuncura, der erste indigene  Botschafter Chiles
Domingo Namuncura, der erste indigene Botschafter Chiles

Santiago de Chile. Die chilenische Präsidentin Michelle Bachelet hat zum ersten Mal in der Geschichte des Landes einen Indigenen des Mapuche-Volkes zum Botschafter ernannt. Domingo Namuncura wurde von ihr in das Amt des chilenischen Botschafters in Guatemala berufen.

Namuncura gilt als ausgewiesener Experte in Menschenrechtsfragen und indigenen Belangen. Er war Direktor der staatlichen Behörde für indigene Entwicklung (Conadi) und leitet heute das Programm für indigene Rechte bei der sozialdemokratisch orientierten Stiftung "Chile 21". Ergänzend arbeitet er als Analyst beim Polit- und Sozialbarometer der Stiftung "Fundación Equitas". Zudem gründete er den chilenischen "Dienst für Frieden und Gerechtigkeit" (Serpaj) und war Mitglied der bischöflichen Kommission für Frieden und Gerechtigkeit.

Domingo Namuncua, der im Vorstand der sozialdemokratischen PPD sitzt, verfügt auch über langjährige Erfahrung als Regierungsberater. So arbeitete er bereits als Berater unter der Regierung des christdemokratischen Präsidenten Patricio Aylwin (1990-1994) sowie der sozialdemokratisch orientierten Regierung unter Ricardo Lagos (2000-2006) und von Michelle Bachelet während ihrer ersten Amtszeit (2006-2010).

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