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Präsidentin Fernández: Malwinen sind Atomwaffenstützpunkt der NATO

Die Präsidentin von Argentinien, Cristina Fernández de Kirchner

Die Präsidentin von Argentinien, Cristina Fernández de Kirchner

Quelle: telesurtv.net

Buenos Aires. Die argentinische Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner ist davon überzeugt, dass Großbritannien die Militärbasis auf den Malwinen nutzt, um den Cono Sur – den südlichsten Teil Südamerikas – militärisch zu kontrollieren. Das britische Überseegebiet stelle aufgrund seiner militärischen Ausrüstung eine Gefahr für die Region dar und sei zudem die militärische Nuklearbasis der NATO im Südatlantik.

Im Rahmen der 32. Gedenkfeier zu Ehren der Opfer des Falklandkrieges 1982 sagte Fernández: "Die Wahrheit ist, dass (die Malwinen) die militärische Nuklearbasis der NATO im Südatlantik sind, dies ist die Wahrheit, die nicht weiter verheimlicht werden darf." Sie fügte hinzu, von der Inselgruppe aus "werden die gesamten britischen Truppen des Südatlantik sowie die Systeme der Elektronischen Aufklärung gesteuert." Zu der auf den Malwinen befindlichen britischen Militärausrüstung zählen nach Angaben der Präsidentin unter anderem ein zum Transport von Atomwaffen befähigtes U-Boot sowie ein Kommando- und Kontrollzentrum einer Elektronischen Aufklärungsbasis, die den Luft- und Schiffverkehr der gesamten Region überwachen kann. Zudem befänden sich auf dort Kampfflugzeuge mit Marschflugkörpern, deren Reichweite große Teile des Cono Sur miteinschließe.

Fernańdez machte außerdem darauf aufmerksam, dass das Archipel im Südatlantik eines der militarisiertesten Territorien der Welt sei. Neben der 1.000 Personen umfassenden Zivilbevölkerung seien zwischen 1.500 und 2.000 Militärs auf den Inseln stationiert.

Großbritannien wies indes die Vorwürfe der militärischen Kontrolle in einem Communiqué von sich. Die Behauptungen seien vollkommen falsch, so das britische Außenministerium. Die militärischen Kräfte auf den Malwinen seien auf das notwendige Minimum reduziert worden, das zur Verteidigung der Inseln notwendig sei. Hinsichtlich der Behauptungen von Fernández, die Inselgruppe würde als nukleare Basis genutzt, teilte das Ministerium mit, dass Großbritannien keine Atomwaffen gegen atomwaffenfreie Länder richten werde. "Das Vereinigte Königreich hat die Protokolle der Atomwaffenfreien Zone, die Lateinamerika und die Karibik einschließt, 1969 ratifiziert und respektiert diese Verpflichtungen in vollem Maße", so das Ministerium.

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