Venezuela / Politik

Oppositionelle demonstrieren gegen Dialog in Venezuela

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Aufruf zum "Marsch des Lichts" am Donnerstag
Aufruf zum "Marsch des Lichts" am Donnerstag

Caracas. Parallel zur Zusammenkunft von Regierung und Vertretern des Oppositionsbündnisses Tisch der Demokratischen Einheit (MUD) am Donnerstagabend führten andere oppositionelle Kräfte im Stadtzentrum eine Demonstration gegen den Dialog und gegen die Regierung von Präsident Nicolás Maduro durch. Circa 600 Menschen nahmen an dem "Marsch des Lichtes" teil, mit dem gegen die "Repression und politische Verfolgung" protestiert werden sollte. Aufgerufen hatte die Studentenorganisation Junta Patriótica Estudiantil y Popular (JPEP). In ihrem Flugblatt wurden die Politiker, die sich zu Gesprächen mit der Regierung bereit erklären, als "Verräter" bezeichnet. Der MUD sei nicht der "Sprecher der Straßenproteste". Die JPEP, an der außer Studierenden auch Lehrkräfte und Universitätsangestellte beteiligt sind, organisierte maßgeblich die Demonstrationen der vergangenen zwei Monate.

Wie die regierungskritische Tageszeitung El Nacional berichtet, lehnen die Initiatoren der Kampagne "La Salida", die auf die Absetzung der Regierung Maduro zielt und die Gewaltwelle der vergangenen Monate ausgelöst hatte, Gespräche mit der Regierung strikt ab. Namentlich genannt werden Leopoldo López, der wegen Aufruf zur Gewalt inhaftierte Führer der Partei Voluntad Popular, die Ex-Abgeordnete Maria Corina Machado, und der Bürgermeister des Hauptstadtdistrikts Caracas, Antonio Ledezma. Außerdem die Führer der JPEP, Gaby Arellano und Juan Requesens sowie die Vertreter von Nichtregierungsorganisationen, Alfredo Romero vom Foro Penal und Marino Alvarado von Provea.

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