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Ärzteprogramm in Brasilien versorgt 50 Millionen Menschen

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Logo des Hilfsprogrammes: "Mehr Ärzte für Brasilien "
Logo des Hilfsprogrammes: "Mehr Ärzte für Brasilien "

Brasília. Das Regierungsprogramm "Maís Médicos" (Mehr Ärzte) ist inzwischen in 3.819 Gemeinden Brasiliens präsent und gewährleistet die medizinische Grundversorgung von 50 Millionen Menschen. Dies gab die Präsidentin des südamerikanischen Landes, Dilma Rousseff, bekannt.

In ihrer wöchentlichen Radiosendung am Montag zog Rousseff nach rund einem Jahr "Maís Médicos" Bilanz. Sie hob besonders den Einsatz der Ärzte hervor, die in Gesundheitsstationen in den Außenbezirken der Großstädte, auf dem Land, in der schwer zugänglichen Amazonas-Region und in Gebieten mit vorwiegend indigener Bevölkerung arbeiten. Diese Spezialisten leisteten einen großen Beitrag, um die Qualität der öffentlichen Gesundheitsversorgung in Brasilien zu verbessern.

Das ursprüngliche Ziel des Programms - die medizinische Versorgung von 46 Millionen Brasilianern zu erreichen - konnte sogar überschritten werden, so Rousseff. Maís Medicos habe zu einer Verminderung der Krankenhausaufenthalte um 21 Prozent geführt. Auch sei bereits eine Verringerung der Kinder- und Müttersterblichkeit sowie von Diabetes und Bluthochdruck zu verzeichnen.

Um den Mangel an Fachkräften im Land zu beheben, bemühe sich die Regierung derzeit, 11.500 weitere Medizin-Studienplätze zu schaffen. Auch sollen vermehrt Facharztausbildungen im Süden und Südosten des Landes in Bereichen wie Kinderheilkunde, Orthopädie, Kardiologie und Gynäkologie angeboten werden.

Die Umsetzung des Hilfsprogrammes sei am Anfang nicht einfach gewesen, sagte Rousseff. Es habe Widerstände bei einigen Personen gegeben, vor allem gegen den Einsatz ausländischer Ärzte, die aus Mangel an brasilianischen Fachkräften eingesetzt werden (amerika21 berichtete). Von den 14.462 Ärzten, die bei Maís Medicos mitarbeiten, sind mehr als 11.000 aus Kuba.

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