Bolivien / Politik / Soziales / Kultur

UNESCO erklärt Bolivien frei von Analphabetismus

cdf38d_yo20si20puedo.jpg

Motto des Alphabetisierungsprogramm der bolivianischen Regierung: "Land frei von Analphabetismus".
Motto des Alphabetisierungsprogramm der bolivianischen Regierung: "Land frei von Analphabetismus".

La Paz. Die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) hat Bolivien in einem jüngsten Bericht bestätigt, dass der Anteil von Menschen, die des Lesens und Schreibens nicht mächtig sind, auf den historischen Tiefstand von 3,8 Prozent der Bevölkerung gesunken sei.

Dies teilte das Ministerium für Alternative Erziehung in einer Presseerklärung mit. "Wir bereiten jetzt eine Studie vor, die von der UNESCO analysiert und bestätigt wird. Die Organisation sagt, dass wir in diesem Moment eine Analphabeten-Rate von 3,8 Prozent haben", so Minister Noel Aguirre am vergangenen Montag gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur ABI. "Ich kann mit Stolz sagen, dass der Plurinationale Staat Bolivien frei vom Analphabetismus ist", so Aguirre.

Seit Regierungsantritt von Präsident Evo Morales und der "Bewegung zum Sozialismus" (MAS) 2006 wurden die Ausgaben für den Bildungsbereich verdreifacht. Mit Hilfe der kubanischen Lehrmethode "Yo si puedo! (Ja, ich kann es) wurden fast eine Million Menschen alphabetisiert. Um von der UN-Organisation als Land ohne Analphabetismus deklariert zu werden, muss der Analphabeten-Anteil unter vier Prozent sinken. Die Vereinten Nationen hatten von 2003 bis 2012 das globale Jahrzehnt der Alphabetisierung ausgerufen.

Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr