Neue Nummernschilder für 100 Millionen Autos in Südamerika

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So könnten die neuen Nummernschilder aussehen
So könnten die neuen Nummernschilder aussehen

Buenos Aires. Eine Fachkommission des südamerikanischen Wirtschaftsverbandes Mercosur hat sich bei einer Sitzung in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires darauf geeinigt, bis zum Ende des Jahres 2018 einheitliche Nummernschilder einzuführen. Das berichtet das brasilianische Portal estadao.com.br. Die Maßnahme sei Teil einer gemeinsamen Politik, die auf die Angleichung von Normen in den Mitgliedsstaaten des Bündnisses abzielt. Durch die gleichen Nummernschilder könne der Grenzverkehr zwischen Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay und Venezuela vereinfacht werden.

Das Vorhaben war bereits vor zwei Jahren angekündigt worden. Zunächst sollte es bis zum Ende des Jahres 2016 abgeschlossen werden. Nun wurde festgelegt, zunächst mit LKW zu beginnen und dann bis Ende 2018 die PKW-Nummernschilder auszutauschen.

Nach Schätzungen sind in den fünf Mitgliedsstaaten des Mercosur rund 100 Millionen Fahrzeuge angemeldet.

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Vor wenigen Wochen hatten die Präsidenten der Mercosur-Mitgliedsländer bei ihrem 46. Gipfeltreffen eine Reihe von Maßnahmen beschlossen, um die wirtschaftliche Einigung des Kontinents voranzubringen. Dazu soll eine sogenannte "Komplementäre Wirtschaftszone" zwischen dem Mercosur, dem linksgerichteten Staatenbündnis ALBA und der Energie-Allianz Petrocaribe aufgebaut werden. Diese würde 24 Staaten Lateinamerikas und der Karibik umfassen.

Zugleich könnte das Bündnis weiter anwachsen. Im Juli hatte Uruguay als zweiter Mitgliedsstaat einer Vollmitgliedschaft Boliviens zugestimmt. Dies gab Uruguays Präsident José Mujica in Montevideo bekannt. Der Beitritt des Andenstaates zu dem Binnenmarkt muss nun noch von Argentinien, Brasilien und Paraguay genehmigt werden. Venezuelas Parlament hatte seine Zustimmung bereits im Juli vergangenen Jahres gegeben. Der Prozess zur Aufnahme Boliviens in das Wirtschaftsbündnis war bei einem Treffen der Staatschefs der Mercosur-Länder im Dezember 2012  eingeleitet worden.

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