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20.11.2014 Chile / China / Wirtschaft

Chile wirbt um engere Handelsbeziehungen mit China

Michelle Bachelet mit Xi Jinping

Michelle Bachelet mit Xi Jinping

Beijing. Chiles Präsidentin Michelle Bachelet hat das alljährliche Treffen der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) zum Anlass genommen, um für engere wirtschaftliche Beziehungen zwischen ihrem Land und China zu werben.

Am Rande des Treffens in Peking besprachen Bachelet und der chinesische Präsident Xi Jingping bestehende Kooperationsverträge sowie künftige wirtschaftspolitische Pläne. Im Zuge des Gesprächs wurde der Besuch einer chinesischen Delegation im kommenden Jahr vereinbart, um Investitionspläne in die chilenische Wirtschaft – insbesondere im Bereich der Technologie und Infrastruktur – zu konkretisieren.

Die beiden Länder unterhalten seit Inkrafttreten eines bilateralen Freihandelsabkommens 2006 enge wirtschaftliche Beziehungen. Mit einem jährlichen Handelsvolumen von 33 Milliarden US-Dollar ist China der wichtigste Handelspartner des südamerikanischen Landes. Gleichzeitig nehmen die chinesischen Investitionen bislang einen vergleichsweise niedrigen Stellenwert ein. Laut Regierung soll ein Anstieg ausländischen Kapitals zu einer Diversifizierung des Marktes und einer Überwindung der 2013 eingesetzten Rezession führen.

Darüber hinaus betonte Michelle Bachelet die Absicht, die Wirtschaftsbeziehungen zwischen beiden Weltregionen weiter zu festigen, wobei Chile aufgrund seiner Wettbewerbsvorteile innerhalb Lateinamerikas und soliden wirtschaftlichen Beziehungen mit der asiatischen Pazifikregion eine Schlüsselrolle einnehmen solle.

Bachelet begrüßte Chinas Vorhaben der Schaffung eine Freihandelszone zwischen den Mitgliedern der APEC: "Wir setzen auf eine Zukunft, in der Lateinamerika und der pazifische Raum, die dynamischste Region des 21. Jahrhunderts, ihr Potenzial verwirklichen und neue Möglichkeiten für alle Bürger schaffen können", so die Präsidentin.

Der Wirtschaftsraum der APEC-Staaten umfasst 57 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsproduktes und 44 Prozent des Handels.

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