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05.01.2015 Venezuela / Politik

Zustimmung für Venezuelas Präsidenten bricht ein

Im Kampf gegen Wirtschaftsprobleme und sinkende Zustimmung: Venezuelas Präsident Nicolás Maduro

Im Kampf gegen Wirtschaftsprobleme und sinkende Zustimmung: Venezuelas Präsident Nicolás Maduro

Quelle: minci.gob.ve

Caracas. Inmitten einer schweren wirtschaftlichen Krise sind die Zustimmungswerte für den amtierenden venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro offenbar weiter eingebrochen. Die Tageszeitung Últimas Noticias berichtet unter Berufung auf das Meinungsforschungsinstitut Datanálisis von einem Rückgang der Zustimmung für Maduro auf 22 Prozent.

Die schlechte Versorgung mit Produkten des Grundbedarfs und das allgemein steigende Preisniveau sind demnach die Hauptsorgen der Menschen in dem südamerikanischen Erdölstaat. Der Direktor der Umfragefirma, José Antonio Gil, sagte der regierenden sozialistischen Partei angesichts des Meinungsbildes schwierige Parlamentswahlen Ende dieses Jahres voraus. Die Vereinigte Sozialistische Partei Venezuelas (PSUV) werde aufgrund der wirtschaftlichen Probleme und der engen Bindung Maduros an die PSUV Schwierigkeiten haben, ihren parlamentarischen Einfluss zu halten, so Gil, der sich weder zum Zeitraum der Befragung noch zu der Methodologie äußerte.

Nach einer vorherigen Umfrage des traditionell der Opposition nahestehenden Instituts war die Zustimmung für den Nachfolger des im März 2013 verstorbenen Präsidenten Hugo Chávez schon im November vergangenen Jahres um 5,7 Prozent auf 24,5 Prozent gefallen. Die Zustimmung für die PSUV soll nach der gleichen Quelle derzeit gerade einmal noch 16 Prozent betragen.

Nach Angaben von Datanálisis-Chef Gil bezeichneten sich 40 Prozent der Befragten als Anhänger der Opposition, auch wenn nur 19 Prozent sich für eine bestimmte Partei des Oppositionsbündnisses MUD aussprachen. "Die Herausforderung für die Opposition ist es, eine starke Partei zu schaffen", fügte Gil an, der darauf verwies, dass das Lager der Regierungsgegner in 27 Parteien gespalten ist.

Maduro hatte die ersten Wahlen nach dem Tod von Chávez im April 2013 knapp gewonnen. Seine Zustimmungswerte sind seither um 29 Prozentpunkte zurückgegangen.

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