Venezuelas Präsident auf Rundreise durch OPEC-Staaten

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Empfang von Venezuelas Präsidenten Nicolás Maduro in Doha, Katar
Empfang von Venezuelas Präsidenten Nicolás Maduro in Doha, Katar

Doha/Algier. Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hat eine Rundreise durch Mitgliedsstaaten des Länderbundes Erdöl exportierender Staaten (OPEC) begonnen. Ziel der Gespräche sei es, das Problem des fallenden Erdölpreises zu diskutieren, hieß es aus Caracas.

Die Ländertour findet im Anschluss an Maduros Teilnahme an dem ersten Gipfeltreffen des lateinamerikanischen und karibischen Staatenbundes CELAC mit China statt. Dieses Treffen war Ende vergangener Woche in der chinesischen Hauptstadt Beijing ausgerichtet worden. Bei den Spitzengesprächen in den Erdölstaaten gehe es darum, "die Einheit der OPEC zu stärken und das vor wenigen Monaten bestehende Preisniveau wiederherzustellen, um die Stabilität der Weltwirtschaft zu gewährleisten", berichtete der Reporter des lateinamerikanischen Nachrichtensenders Telesur, Rolando Segura.

Am Sonntag traf Maduro in der Hauptstadt von Katar, Doha, ein, wo er von Erdölminister Mohammed Bin Abdulaziz Al Sada empfangen wurde. Bei Gesprächen in Saudi-Arabien sei zuvor an diesem Tag vereinbart worden, "alle vier Monate Treffen einer hochrangigen Arbeitskommission wieder aufzunehmen, um die Entwicklung auf dem Erdölmarkt zu diskutieren", so Maduro.

Für Montag und Dienstag dieser Woche sah das vorab veröffentliche Programm von Maduro Treffen mit dem Präsidenten von Algerien, Abdelaziz Bouteflika, vor. Laut einem Kommuniqué des Präsidialamtes von Algerien diene der Besuch "der weiteren Verbesserung der ohnehin exzellenten und freundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Staaten". Es gehe bei der Unterredung zwischen den beiden OPEC-Staaten auch darum, die aktuelle Krise auf dem Erdölmarkt zu besprechen und eine "Erholung" dieses Marktes zu erreichen.

Maduro hatte seine Rundreise am Samstag im Iran begonnen, wo er mit seinem Amtskollegen Hassan Rohani zusammengekommen war. Dabei war es auch um eine Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern gegangen. Unter dem 2013 verstorbenen Präsidenten Hugo Chávez hatten Venezuela und Iran mehrere Kooperationsabkommen unterzeichnet. Rohani nahm auf diese Kooperation Bezug und bezeichnete die OPEC als "großen Stabilitätsfaktor der Weltwirtschaft".

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